— «9 — Edelmetallconsnms zn anderen als monetanschen Zwecken die Ixenanigkeit der Beobachtung stören muss, so ist es äusserst schwer, in einem Lande mit Metallvaluta diese strenge Pro portionalität des Geldwerthes zu den Verkehrsbedürfnissen zu beobachten. Weit einfacher stellt sich die Aufgabe in einem Lande mit Pajüervaluta. Zwar glauben Viele, selbst Solche, die sich der Erkenntniss nicht verscliliessen können, dass es unmöglich sei, einem Lande das für dessen Verkehrsbedürfnisse noth- vvendige Edelmetall zu entziehen oder zu vermehren, es müsse dieses Problem gerade in einem Lande mit Papiervaluta ge- ingen, da ja hier eine Ausgleichung der gestörten Niveauver- laltmsse durch Zu- oder Abfluss vom Auslande nicht erfolgen könne. In Wahrheit kann aber der Betrag der Circuíationsmittel ‘lurch die Zettel-Emission eben so wenig vermehrt werden, als ‘lurch die Aufspeicherung von ^Metallgeld. Jede Geldnote,’ die ‘ em Circulationsbedarfe des Landes hinzugefügt wird, verdrängt ßiu entsprechendes Metallgeldstück aus dem Verkehre. Hat die ^otcn-Emission den vollen Umfang des nominellen Geldbedarfes ‘es betreffenden Landes erreicht, so i.st alles Metallgeld aus ‘lemselben abgestossen. Werden dann noch mehr Noten aus- gegeben , so kann allerdings kein ferneres Abströmen stattfinden und hierin liegt in j)raxi ,1er Unterschied zwischen Metall- und apiercirculation. Der bei der ersten jedoch nur hypothetisch angenommene Fall, dass es gelingen könnte, über den Bedarf voiLandene Circulationsmittel künstlich im Lande zu erhalten, l^ntt hier sofort mit allen seinen dort als nothwendig nach- gcwiesenen Wirkungen auch praktisch ein. Jede einzelne der im Verkehre befindlichen Noten verliert genau so viel an *^aufkraft, als neue Noten über den Bedarf hinaus ausgegeben "erden. Beträgt diese Ueberemission 10 Pecent, so wird bei sonst glcichbleibenden Verkehrsverhältnissen jede einzelne-Note > Percent an Werth verlieren, beträgt sie 50 Percent, so Jer,len 50 Percent an Werth verloren gehen , und man mag ''e Anzahl und den Umfang der Geldzeichen bis in’s Unendliche ermehren, ihre Gesammtkaufkraft wird doch immer die ^^m iche bleiben, die Geldmenge wird nur extensiv, niemals er intensiv zugenommen haben. Dass dem so sei, beweist I i;