219 die durch die Valiitascliwankungen hervorgerufene Theuerung der Lebensinittelpreise und Löhne noch über das durch die Verminderung des Geld wertlies bedingte Mass hinaus ging; so stellt sich die Rechnung folgendermassen : Bei ®/i„ der Ausgaben muss man die Preissteigerung zum mindesten mit dem vollen Betrage der Geld Verschlechterung in Anschlag bringen; diese betrug iiiiniin Mittel der ganzen Epoche der Geld zerrüttung 17 ^ 3 Percent und es würde sieh also bei dieser ersten Ausgabekategorie eine Zubusse von rund Millionen im Jahresdurchschnitte ergeben ; bei den '’’/n, der zweiten Kategorie kann die Erhöhung mit mindestens 10 Percent, das wäre mit 27 Millionen im Jahre berecluiet werden, so dass sich die Gesammterhöhung der Ausgaben in Folge der Val uta- Schwankungen auf durchschnittlich öO Millionen Gulden im Jahre belaufen würde. Zieht man davon die 1Ò Millionen Gulden Zinsenersparnisse ab , 'SO bleibt ein Deficit von dÜ il Honen Gulden im Jahre. Von diesem Deficit konnte allerdings durch willkürlichen Steuerdruck und durch unver- liältnissmässige Belastung einzelner Steuerträger ein geringer Theil hereingebraeht werden; wenn man jedoch bedenkt, dass die Staatsausgaben regelmässig dann am grössten waren, wenn die Valuta am schlechtesten stand, da ja zumeist dieselben Ereignisse, welche den Geldwerth in Oesterreich am ra])idesten versehlechtcrten, zugleich auch die Bedürfnisse des Staates aut s höchste steigerten, und überdies in solchen Fällen gerade jene Ausgaben zu abnormer Höhe an wuchsen, bei denen unmittelbar der volle Betrag der durch die Valutaversehleehterung bedingten Preissteigerung zugesetzt werden musste j wenn man erwägt, dass aus diesen Gründen eine Jahr für Jahr vorgenommene detaillirte lleclinung zeigen würde, wie thatsächlich in Folge der Valuta seh wankuugen zu den Staatsausgaben weit mehr zugesetzt wer den musste, als die obige Durchschnittsrechnung ergibt; so ist es keine Uebertreibung, wenn man behauptet, dass trotz aller dagegen angewendeten Steuererhöhungen der durch die Valuta- niisère herbeigeführte Ausfall im Staatshaushalte im Durch- selinitte der Jahre mimlestens die obigen 05 Millionen Gulden betragen haben müsse. Dies ergäbe aber für die abgelaufenen 28 Jahre der Zettelwirtbsehaft eine Summe von 980 Millionen und mit Zinseszinsen rund 2 Milliarden, Das ist nun annä-