Dr-ļredUirung des LhnstenthumS. 183 Kanzelredcablegt: „Die Diskreditirung des Namens ist nöthig, „um der Sache den Garaus zu machen", so hat man den rechten Maßstab zur Beurtheilung obiger Lästerrede. Es ist nicht nöthig, noch an weiteren Beispielen zu zeigen, wie der „Volksstaat" die unrühmliche Kunst des Diskredi- tirens meisterhaft versteht und fleißig übt. Nur ganz kurz wollen wir noch erwähnen, daß es eine beliebte Manier ist, die Religion als ein bequemes Mittel der Knechtung und Ausbeutung zu dennnciren. So schreibt der „Volksstaar" 1873, 114;: „Die Religion ist seit undenklichen Zeiten und bei allen „Völkern das hauptsächlichste Nassührungs- und Ausbeu- „tungsmittel gewesen. Einerlei ob die Priesterherrschaft selbst „die Staatsgewalt in Händen hatte, oder der Staatsgewalt „diente, stets ist sie für den Rückschritt und die Barbarei „eingetreten." Man sieht, der „Volksstaat" versteht es, vom Christen-- thunl et« solch' häßliches Bild zu zeichnen, daß derjenige, welcher das Original nur oberslächltch kennt, gewiß nicht angezogen, sondern sicherlich abgestoßen werden wird, zumal da es in unseren Tagen mit der Kenntniß in christlichen Dingen und deren richtigen, Verständniß mangelhast genug bestellt ist, und somit nur Wenige im Stande sein werde», die Fälschung alsbald zu erkennen. Mir kluger Berechnung sind die falschen Farben ausgewählt. Der Feind des Chri stenthums darf sicher darauf rechnen, die Arbeiter demselben zu entfremden, wenn er cs zu den heutigen Bestrebungen der Arbeiterwelt in direkten Gegensatz stellt. Bei dem Streben der Arbeiter nach Besserung ihrer Lebenslage ihnen das ChristenthllUl als Religion der Kastelung und bei ihrem Kampf gegen jegliche Ausbeutung das Christenthum als das beste Ausbeutnngsmittel, somit als den natürlichen Gegner