V 191 Schluß. Aus dem Bilde, welches wir auf Grund unserer Ausfüh rungen gewonnen haben von der Verbreitung des deutschen Volks thums über die Erde, von dem Einfluß, den unsere Nation in den ausländischen Staaten Europas sowohl als auch in fremden Welttheilen sich zu erringen wußte, von der hier mehr, dort weniger günstigen Stellung, welche sie anderen, fremden Völ- kern gegenüber zur Zeit einnimmt, treten uns theils erfreuliche, glückverheißende, theils schmerzerweckeude Züge entgegen. Mit Stolz und Freude darf den Deutschen das Bewußtsein erfüllen, daß seine Nation eine der wenigen ist, welche bei dem gewal tigen Ringen der Völker um die Weltherrschaft in Frage kom men. Die glänzendste Kriegsmacht, welche die Welt je gesehen hat, folgt stets kampfbereit Deutschlands Fahnen, deutsche Schiffe durchfurchen alle Meere, alle Länder werden durchzogen von Eisenbahnwagen und Karawanen, beladen mit den Früchten deutschen Fleißes, wohin wir auch blicken mögen, überall be- gegegnen uns Landsleute, welche durch angeborenen Muth, durch Thatkraft und Intelligenz sich Achtung und Einfluß zu verschaffen wußten. Ein Gefühl der Trauer dagegen muß uns beschleichen, wenn wir außerhalb des Deutschen Reiches unser Volksthum nirgends eine solche Stellung einnehmen sehen, daß es frohen Blickes der Zukunft entgegenschauen könnte; überall finden wir das deutsche Element hart angegriffen und auf das äußerste bedrängt von übermächtigen feindlichen Völkerschaften, mögen diese nun Slaven, Romanen oder Angelsachsen sein. Fast übermenschlische Kräfte scheinen erforderlich, um den end-