<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Das Unternehmen und der Unternehmergewinn vom historischen, theoretischen und praktischen Standpunkte</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Eduard August</forname>
            <surname>Schroeder</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>829740287</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>65 
thâtigkeit. Die Volkswirtschaft entfaltet allerdings, wie die 
Arbeit, nur eine Thätigkeit, ihr Unterschied von dieser besteht 
aber darin, dass ihre Thätigkeit erst entsteht, wenn ein Staat 
entstanden ist: die Arbeit besteht überall, wo der Mensch nur 
eines seiner persönlichen Kapitalelemente der Natur entgegenstellt. 
Die Thätigkeit der Volkswirtschaft ist demnach eine 
von der Gattung ausgegangene Erscheinung, die Arbeit 
ist die Thätigkeit des Individuums. Zwischen dem 
Leiter eines Unternehmens aber und dem Unternehmer selbst 
besteht der sehr feine Unterschied, dass im ersteren allerdings 
auch alle Thätigkeiten zur Erscheinung zu kommen vermögen, aber 
sich in ihm nicht organisch verbinden, sie erscheinen einzeln als 
eine Mehrheit von Thätigkeiten, nicht als eine Thätigkeit mit 
allen Elementen des persönlichen Kapitals: die Thätigkeiten des 
ersteren sind Arbeiten, die Thätigkeit des letzteren die Unter- 
nehmerthätigkeit. 
Population 
(Nähr- + Lehr- + Wehrthätigkei’t) X Kapital ~ Unternehmen, 
daraus folgt, dass 
Population = Thätigkeiten X Kapital X Unternehmen, 
Recht = Nähr- -f Lehrthätigkeit X Kapital X Wirtschaft, 
Staat = Nährlhätigkeit X Kapital X Volkswirtschaft. 
Nur in Verbindung mit den Begriffen des Unternehmens, der 
Wirtschaft und der Volkswirtschaft sind die Thätigkeiten der per 
sönlichen Kapitalien und die außerpersönlichen Kapitalien dem Kampfe 
mit Population, liecht und Staat gewachsen, das drückt hier 
das Gleichheitszeichen aus, und nur dann können sie zu Pro 
duktionskräften werden. 
Das Unternehmen kämpft gegen die Population und strebt sie 
sich dienstbar zu machen, um zur Wirtschaft zu werden; und dieser 
Prozess wird sichtbar in der Heranziehung von Arbeit und Kapital, 
in der Aufsuchung von ßinkaufsquellen einerseits und der von Absatz 
quellen andererseits; er wird sichtbar in dem Kampfe des 
Unternehmers gegen alle anderen wirtschaftenden 
Personen. 
Die Wirtschaft kämpft gegen das Hecht, das ist das subjektive 
Hecht, und sucht sich es dienstbar zu machen ; sie strebt nach Volks 
wirtschaft. Dieser Prozess wird sichtbar in dem Kampfe gegen das 
Unternehmen, welcher sich dem Hechte des Aufschwunges desselben 
Schroeder, Das Unternehmen u. der Unternehmergewinn.</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
