146 sie den demokratischen Präsidentschaftscandidaten unterstützten» und so die Union zu einem Freihandelsstaate machten, der seine Eisen- und Textilwaaren wieder billig von England kaufte und England in den Stand setzte, die amerikanischen Ackerbauproducte theuer zu bezahlen. Diese Cobden-Club- Literatur hat hier wenig Glück gemacht, und man hat wieder einen republikanischen Präsidenten gewählt. Die Farmer haben nämlich die Ansicht, dass die Be dingungen für die Schöpfung der Industrie in den verschieden sten Theilen des Landes vorhanden sind, und also durch den Schutzzoll die Industrie im ganzen Lande verbreitet werden kann, wodurch die Farmer einen nahen Markt für ihre Producte erhalten werden. In der That verbreitet sich die Industrie schon jetzt über die Union. Die Bedingungen einer verbreiteten Industrie sind vorhanden. Diese bestehen in zu verarbeitendem Rohmateriale, mechanischen Kraftquellen und Arbeitern. Arbeiter wandern ein, Rohmaterial für die Textilindustrie wächst überreich im Lande, Wasserkraft ist vorhanden, aber auch Kohle, diese für Fabriken meist angewendete Kraftquelle. So auch Eisen. Eisen und Kohle hält man für die natürlichen ersten Bedingungen einer selbstständigen Industrie. So wollen wir nun kurz skizziren, wo sie in der Union gefunden werden. Zunächst die Kohle, dann Eisen und andere Mineralschätze. Es giebt sieben Kohlenfelder von sehr verschiedener Grösse in dem östlich vom Felsengebirge gelegenen Theile. Die zunächst zu nennenden beiden kleinsten Gebiete haben bisher den grössten Theil der amerikanischen Kohlenpro- duction geliefert. 1. Das Neuengland-Becken. Es liegt in Massachussetts und Rhode Island und wird auf 750 Quadratmeilen geschätzt. Die Maximaldicke ist 23 Fuss. Bleihaltiger Anthracit bildet die Masse. 2. Das Anthracit-Bassin von Pennsylvanien. Es wurde von uns besucht. Dasselbe umfasst nur 472 Quadratmeilen, liefert aber die meiste der in den Industriedistricten der Nord oststaaten verbrauchten vorzüglichen Kohle, und versorgt auch die Dampfschiffe der Häfen damit.