XIV. Capitel. Florida. Aus Florida wollen die Amerikaner ein Italien für ihren Continent machen, wohin sie sich vor der bitteren Kälte des Winters der Nordstaaten retten und woher sie Südfrüchte und die ein warmes Klima erfordernden Gemüse beziehen wollen, wie wir dergleichen von Sicilien und Algier erhalten. Diese Behauptungen liest man seit etwa 1880 in den amerika nischen Zeitungen, und ein mehr als einmonatlicher Aufent halt in diesem Staate, während dessen wir den bisher einiger- massen angesiedelten Theil des Landes in verschiedenen Rich tungen durchstreiften, gab uns die Ueberzeugung, dass sie dieselben wahr machen werden. Diese Ansiedlungen erstrecken sich bisher nur bis in die Mitte zwischen dem 28. und 29. Grad nördlicher Breite. Der Süden gehört noch den Indianern. Dies wird sich aber bald ändern. Das Land bietet nach beiden Richtungen hin Hilfsmittel und natürliche Anlagen, und die unternehmenden Amerikaner sind die Leute dazu, sie zu entwickeln. Das ganze Land ist nicht nur ohne Gebirge, sondern so gar ohne nennenswerthe Höhen. Ich glaube, dass die Boden Erhebung nirgends 100 Fuss über dem Meeresspiegel erreicit. Es fehlt also der Apenninenrückgrat, welcher Italien t e und die Seewinde von beiden Meeren an seinen Längssei hricht. Um die ganze Halbinsel fast läuft der Go^ ’ dessen verdunstendes Wasser durch die regelmässigen 1 ' Welche an jeder Küste vom Meere zum Lande wa ren der Nacht wehen, über die ganze Halbinsel getragen Eer Regenfall ist desshalb überall ein sehr reichlicher, eine