237 berittene Mexicaner besorgen beide Geschäfte. Die Herdenbesitzer ­ wohnen meist gar nicht auf den „Ranches“, auf den ^eidegründen, sondern in den Städten, wie San Antonio und Kansas City. Sie besitzen bis 50.000 Stück. Im Nordosten Sind die Viehweiden von 15- bis 30.000 Acres zuweilen eingezäunt. ­ Ställe braucht man nirgends. Das Vieh überwintert Freien und ist sehr gesund dabei. Eine grosse Anzahl Kinder wird jährlich von Texas nach Norden oder Osten Gxportirt. Der überwiegende Theil wird getrieften. Und zwar treibt man schon ein bis zweijährige Stiere durch das Indianer T^erritory und Westkansas bei Dodge City vorbei, am Abhange ­ des Felsengebirges entlang, durch Denver nach Nebraska, Dakota, Wyoming, Montana und zuweilen bis Oregon. Dieses junge Vieh wird an dortige Heerdenbesitzer verkauft, die bis zum vierten Jahre oder länger weiden, bis es ausgewachsen ­ ist, und es dann wieder nach dem Westen, zu einer Fisenbahnstation treiben lassen, wo man es nach Chicago ^•nschifft. Dieses Vieh texanischen Ursprunges wird schwerer, ''^enn es den letzten Theil seines Lebens auf den Frairien dies^r nördlichen Staaten oder Territorien geweidet worden ist Und erreicht ein Lebendgewicht von 12- bis 1300 Ibs. Bleibt ^ bis zur Schlachtreife in Texas, so wird es nur 900 bis tioo Ibs. höchstens schwer. Wenig reines Texasvieh wird Zum Fettmachen an Farmer in Ohio oder Illinois verkauft, da ^ich das Futter bei ihm nicht so gut verwerthet als bei Ochsen, mehr englisches Blut haben. Das Austreiben des Rindviehes aus Südtexas beginnt soim Frühling das Gras wächst, und mit dem Fortschreiten *ies jungen Graswuchses nach Norden werden ihm die Thiere p^chgetrieben, sie finden mithin überall frisches und nahrhaftes utter und nehmen während dieser langen Reise, die oft vom ubruar bis October dauert, an Grösse und Fleisch zu. NajW^lich wird diese Nomadenwanderung des Viehes ein Ende Juden, sobald das Land am Ostabhange des Felsengebirges Frivateigenthum übergegangen sein wird, was in Kansas, ^braska und Dakota bald der Fall sein dürfte. Um durch Indianer - Territorium treiben und weiden zu dürfen.