deutschen Colonie daselbst mit Recht und Sicherheit erwartet werden dürfte. Dagegen sind es die mittleren Gegenden des Landes im Westen und Nordwesten, die sogenannte Hochebene, ­ die durch Reichthum und Fruchtbarkeit des Bodens, sowie durch das gesunde Clima vollkommen geeignet befunden ­ wordensind, deutsche Bevölkerung zu nähren und zu erhalten. Mais, Baumwolle, Tabak, sowie alle Feld-und Gartenfrüchte Deutschlands gedeihen dort vortrefflich; ein herrliches Wiesenland, ­ nur hie und da von Hochwald unterbrochen, bietet der Viehzucht Winter und Sommer vorzügliche Weide, und zahlreiche ­ Bäche und schiffbare Flüsse geben hinreichende Wasserkraft ­ zu Anlagen von Gewerken und sichern den zukünftigen Absatz der Producte; hier wird deutscher Fleiss und deutsche Unternehmungskraft Gelegenheit und Mittel zur Gründung einer glücklichen Zukunft finden. Wahr ist es, schon viele Deutsche sind in dem gesegneten Lande untergegangen, aber was war die Ursache? Konnten die einzelnen Familien, nur auf ihre eigenen Kräfte angewiesen, ohne Schutz und Rath, ohne Kenntniss des Landes, ohne Obdach, preisgegeben dem Einflüsse der Witterung und des Climas, ohne die Mittel, durch sofortigen Anbau des Bodens sich den Ertrag der nächsten Ernte zu sichern, konnten diese Familien bei angestrengter Arbeit, bei Unregelmässigkeit und leider oft dadurch herbei* geführter Unmässigkeit der Lebensweise ein anderes Schicksal erwarten? Nicht die ungünstigen Verhältnisse des Landes, sondern die falschen Mittel waren die Ursache des oft verfehlten ­ Zweckes. Allen diesen Uebeln hat der Verein aufs Beste vorgebeugt, und es wird nur von dem Willen des Einwanderers ­ abhängen, durch Fleiss und regelmässiges Leben dem schönsten Ziele entgegen zu gehen, und auf diese Weise nicht allein den eigenen Wohlstand zu begründen, sondern auch durch die mit der Bevölkerung und diesem Wohlstände zunehmende Werthserhöhung von Grund und Boden dem Vereine ­ Gelegenheit zu bieten, durch Benutzung derjenigen Ländereien, ­ welche er zum eigenen Betrieb zurückbehält, Ersatz zu finden für Arbeit und Capital, welches ein so grosses Unternehmen ­ erfordert.