554 laden oder in ihre Familien einfiihren, wie das sonst m Amerika üblich ist. Dies kränkt unsere Dutzendreisenden und sie la sehen mit Freude auf die Scandalgeschichten, welche ihnen i den durchaus von Nichtmormonen gehaltenen Hotels ger von den daselbst sich sammelnden „Gentilen,“ wie sich Nichtmormonen — meist Juden — hier nennen, zum es gegeben werden. Sind diese Reisenden Schriftsteller so ent Lht ein Buch, glücklichsten Falles ein Journalartikel ube die Mormonenpest, welche möglichst bald auszurotten sei, au Ehre Amerikas. Zion oder Salt Lake City liegt 37 Meilen sudheh Ogden. Wir fuhren von 9 bis ii Uhr am 5. August v letzterer Stadt nach Zion, fast überall durch eine wohl ang baute Landschaft. An einer Stelle hatte sich die Colonie v Ogden mit jener von Zion noch nicht vereint, und hier » wieder die dürre Wüste zwischen den gesegneten Felder ■ gänzlich unvermittelt. Zur Linken hatten wir die Berge, Rechten den 8o Meilen langen, bis 50 Meilen breiten gro Salzsee. Der dazwischen liegende Landstrich in 10 is Meilen Breite war dicht angebaut. Auf den 11.000 bis I3-Fuss hohen Bergen sah man hie und da ewigen Schnee, schon wir am heissesten Tage der Saison ankamen und Thermometer too Grad Fahrenheit zeigte! Wir besuchten den Chef des Agricultur - Departme Obersten Winder, der uns mit zwei deutschen Gemmn mitgliedern, dem Herrn Schettler aus N«wied und Wilken aus Hamburg, bekannt machte. Die Aufnahm die zuvorkommendste. uqI Wir besahen zusammen das so interessante la e und den im Bau begriffenen neuen, grossartigen Tempel; deren Beschreibung kann man in jedem Reisebuck Auch badeten wir im Salzsee, unter Männlein un die sich in dem dicken Wasser, in dem man nicht unters kann, aber das herrlichste Bad der Welt geniesst wei gesellig amusirten. Am folgenden Morgen fuhren Graf Széchényi, Baron Gudenus und ich mit Herrn Wilken m p.inive Meilen südlich von der Stadt, wo wi