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        <title>Ursachen der Amerikanischen Concurrenz</title>
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Diese Stadt hat zwei Eigenthümlichkeiten im Getreidehandel, 
von ihr wird fast nur Winterweizen exportirt, und die Grade 
von St. Louis sind höher, als von den anderen Städten. 
Winterweizen wächst in Kansas, Missouri, Kentucky, Indiana, 
Illinois und in einigen geschützten Thälern von Wiskonsin, 
Minnesota, Jowa und Nebraska. 
Für diesen Winterweizen ist St. Louis der natürliche 
Sammelpunkt. Später wird Sommerweizen aus Dakota und 
Minnesota vielleicht auch theilweise hierher geschifft werden. 
Der Weizen von Kansas ist von geringer Qualität und wird 
meist von Kansas City nach Toledo und Buffalo geschickt, 
um hier mit schwererem Weizen gemischt zu werden. Die 
Gradirung des Weizens in Kansas City und Omaha wird von 
der Börse in St. Louis nicht anerkannt und wird Kansas City 
Weizen No. i oft in St. Louis in Weizen No. 2 degradirt. 
Die Gradirung von St. Louis steht so hoch, dass sie in 
England anerkannt wird. Man verkauft von St. Louis nach 
Liverpool nur nach Graden, von New-York zuweilen nur; die 
grossen New - Yorker Exporteure verkaufen nach England 
nicht selten auf Grund eigener Grade oder auch noch nach 
Mustern, Sommerweizen wird meist nach Gewicht, Winter 
weizen mehr nach dem Aussehen gradirt. Man gradirt in 
New-York seit Mitte der 50er Jahre, in St. Louis seit 1864. 
Das Getreide wird den Farmern von kleinen, in den 
Staaten angesiedelten Händlern abgekauft, die es, je nach den 
Marktberichten, nach Kansas City, Omaha, St. Paul, St. Louis, 
Toledo, Detroit, Buffalo, Chicago und Milwaukee senden, wo 
ihre Commissionäre den Weizen verkaufen. Von diesen 
Collectionspunkten wird der Weizen dann in die einzelnen 
Häfen versendet. 
St. Louis ist ein Umladepunkt für Weizen, der den 
Mississippi und seine Nebenflüsse hinabkommen wird — denn 
bis jetzt werden diese wichtigen Strassen fast noch nicht be 
nutzt und fast aller Weizen per Bahn nach St. Louis geführt. 
Später wird man Getreide in kleinen Barken nach St. Louis 
bringen, es hier in grössere einladen, mit ca. Va c. Unkosten 
per B., und dann nach New-Orleans transportiren. Kleinere 
Barken können während 5 Monaten im Jahre von St. Paul</div>
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