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        <title>Ursachen der Amerikanischen Concurrenz</title>
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Nebraska, Colorado, Neumexiko und Utah, sogar zuweilen 
von Wyoming. 
Seit 1867 etablirten sich hier grosse Schlächtereien, welche 
Fleisch für den Export packten und deren Besitzer „Packer“ 
genannt werden. Im Jahre 1878 begann E. W. Pattison das 
Packen von Rindfleisch, T. J. Bigger von Schweinen. Seit 
1876 senden Nofsinger und Comp, frisches Rindfleisch in Re 
frigeratorwaggons nach dem Osten, doch hat dieser Handel 
noch keinen grossen Umfang erreicht. Im Jahre 1877 be 
gannen Plankinton und Armour das Schweineschlachten für 
Export auch im' Sommer. Im folgenden Jahre führten Slavens 
und Oburn das Präpariren von Rinds-Büchsenfleisch, „canned 
beef“ ein. Seither ist Kansas City nicht mehr blos Transit 
platz für Vieh, das nach St. Louis und Chicago bestimmt ist, 
sondern es werden jährlich grosse Mengen Vieh hier geschlach 
tet, das Fleisch wird entweder „gepackt“, für den Export, 
oder es wird in Zinkkisten, die in Holzkisten stehen, so dass 
ein mit Eis zu füllender Zwischenraum bleibt, verpackt und 
nun westlich bis Neumexiko und Colorado, östlich bis zum 
Mississippi versandt. So ist Kansas City jetzt der Mittelpunkt 
ties Fleisch- und Viehhandels von Transmississippi. Es wur 
den von Kansas City Rinder nach Osten verschickt im Jahre 
1872 236.000, 1873 227.000, 1874 207.000, 1875 174.000, 1876 
•83.000, 1877 215.000, 1878 175.000, 1879 2II.000, 1880 
244.000. Die Zahl der hier zu Markt gebrachten Schweine 
stieg von 104.000 im Jahre 1872 auf 676.000 im Jahre 1880. 
»iGepackt“ wurden im Jahre 1880 hier 505.000 Schweine und 
3* 817 Rinder. 
Am I. Januar 1880 kosteten 100 Ibs. Lebendgewicht in 
Eansas City von Kansas-Fettochsen 575 bis 5*25 Dollars, von 
Mais gemästeten Texasochsen 2 75 bis 3 80 Dollars, von 
durchgewinterten Texasweideochsen 2*25 bis 2 85 Dollars. Wir 
besahen in Kansas City das grosse Schlachthaus von Armour 
**ud Comp., dessen Besitzer uns mit grosser Liebenswürdig 
keit jede von uns gewünschte Auskunft aus seinen Geschäfts 
büchern gab, wie späterhin auch der Präsident der Viehbörse. 
In jenen Schlachthäusern können täglich 7000 Schweine</div>
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