<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Ursachen der Amerikanischen Concurrenz</title>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>82998979X</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>732 
geben aber die Wahlstimmen der Landleute, der unabhängigen 
Bauern, und auch die Präsidenten von Lincoln bis Garfield, 
mit Ausnahme des Feldherrn Grant, kamen aus diesen Staaten. 
Die moralische Kraft der freien Bauern wird wohl im Stande 
sein, gesetzmässig auch diese Corruption entweder aufzuheben, 
oder doch unschädlich für das Ganze zu machen. 
Jay Gould hat die ganze Telegraphie der Union in 
Händen und seine Direction liesst jede Depesche. So erfahrt 
dieser dermalen grösste Börsenspeculant der Welt alle wich 
tigen Telegramme. Ferner ist sein Tarif ein sehr hoher. In 
Folge dessen wird wahrscheinlich jetzt die Unionsregierungs 
telegraphie eingeführt werden. 
Die Banken üben ebenfalls wieder einen verderblichen und 
corrumpirenden Einfluss, wie zur Zeit Präsident Jacksons. Wie 
dem damals ein Ende gemacht wurde, habe ich in dem Buche 
über soc. Gesetze der Union nachgewiesen. Gegen ihr Bank 
notenrecht wendet sich die weiterhin mitgetheilte Platform der 
„Knights of labor“. 
Ein drittes Monopol ist das der Eisenbahnen. Die Be 
herrscher der alten, grossen Eisenbahnlinien wollen innerhalb 
des ihnen tributären Gebietes keine unabhängigen neuen Bahnen 
dulden und machen ihnen, sobald sie entstehen, ruinöse Tarif- 
kriege, um sie auszukaufen. 
Die in Chicago erscheinende „Illinois Staats-Zeitung“ sagt 
darüber sehr richtig: 
Dieses „ihnen gehörende Gebiet“ ist dasjenige, für welches 
sie bei der Erbauung ihrer Bahn den ganzen Verkehr zu be 
sorgen gedachten. Da soll ihnen Niemand in die Quere 
kommen. Den Bau einer Konkurrenzbahn nach irgend einem 
der Orte, welche bisher in ihrem ausschliesslichen Machtbereiche 
lagen, betrachten sie als einen Eingriff in ihre landesherrlichen 
Hoheitsrechte, den sie dadurch bestrafen, dass sie den Ein 
dringling durch Herabsetzung der Pahr- und Frachtpreise auf 
ein Nichts zu ruiniren suchen. Von den Interessen des Publi 
kums ist dabei gar keine Rede. Hat es während des Krieges 
zeitweiligen Vortheil von den niedrigen Preisen, so ist das 
nur ein so zweifelhafter Gewinn, wie derjenige, welchen in den</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
