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Zur  Begründung  unseres  Interventions-Gesuches  führen  wir  die
nachfolgenden  von  unserm  Organe,  der  Deutschen  Fischerei-Zeitung  zu
Stettin,  im  Laufe  der  Zeit  veröffentlichten  Artikel  hier  an.

Hiinleirfifcherei.
So  lang  noch  nicht  den  Bau  der  Welt
Philosophie  zusammenhält,
Erhält  sich  das  Getriebe
Durch  Hunger  und  durch  Liebe.
Der  Dichter  hat  ja  Recht.  Die  Philosophie  wird  voraussichtlich
niemals  den  Bau  der  Welt  zusammenhalten;  der  Hunger  thut  es,  welcher
für  die  Erhaltung  des  Individuums,  und  die  Liebe  (d.  h.  die  geschlechtliche), ­
  welche  für  die  Erhaltung  der  Art  ewig  zu  sorgen  bestrebt  sind.
Statt  „Hunger"  wäre  wohl  richtiger  zu  setzen  „Selbsterhaltungstrieb",
denn  die  Befriedigung  des  Hungers  ist  zwar  immer  Folge  des  Selbsterhaltungstriebes, ­
  aber  dieser  entspringt  nicht  immer  aus  dem  Gefühle
des  Hungers.  Man  denke  nur  an  die  Furcht,  den  Trieb  zum  Ausweichen
vor  der  Gefahr.  Diese  Triebe,  der  Hunger,  die  Furcht  und  die  geschlechtliche ­
  Liebe,  haben  mit  der  Philosophie  nichts  zu  thun.  Die  Philosophie
ist  allein  ein  theoretisches  Produkt  des  Menschengeistes,  die  Natur  aber
umfaßt  das  All,  den  Bau  der  Welt,  die  Körper  und  deren  Kräfte,  die
Tiere  und  Pflanzen,  wie  sie  sind  und  wie  sie  leben.
Jedes  Individuum,  Pflanze  oder  Tier,  macht  sich  in  der  Welt  so
breit,  als  es  ihm  seine  Anlagen,  seine  Ausrüstung  ermöglichen;  es  unterdrückt ­
  oder  vertilgt  bezw.  es  frißt  die  im  Leben  mit  ihm  konkurrierenden
Geschöpfe.  Auch  der  Mensch.  Auch  er  ist  trotz  Philosophie  dem  Selbsterhaltungstrieb ­
  und  dem  Fortpflanzungstrieb  ebenso  wie  alles  Lebende
unterworfen  und  sorgt  im  Kampfe  ums  Dasein  für  die  Erhaltung  seiner
Person  und  seiner  Art.  Und  wahrlich:  er  macht  sich  seine  vorzüglicheren
Naturanlagen  gründlich  zu  Nutze.  Zwar  kann  er  nicht  gegen  die  Naturgesetze, ­
  aber  er  hat  —  und  das  ist  sein  Vorteil  vor  anderen  Lebewesen  —
diese  Gesetze  erkannt  und  läßt  sie  für  sich  arbeiten.  So  ist  es  möglich
geworden,  daß  er  mit  Hilfe  dieser  Gesetze  die  äußere  Natur  zu  seinem
Vorteil  --  vielleicht  oft  nur  zu  seinem  vermeintlichen  Vorteil  —  geradezu
umgestaltet  hat.  Es  gibt  in  kultivierten  Ländern  keinen  Urwald  und  kein
Urwasser  mehr  und  kein  Tier  und  keine  Pflanze  mehr,  welche  nicht  verurteilt ­
  sind,  dem  menschlichen  Vorteil  zu  dienen,  soweit  der  Mensch  sie
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