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hat  in  seine  Gewalt  bekommen  können.  Die  kleineren  und  kleinsten  Lebewesen ­
  spotten  freilich  bis  jetzt  noch  dieser  Gewalt,  und  Unkraut  wächst
nach  wie  vor,  wenn  es  auch  gelingt,  es  dünner  zu  machen.
So  hat  sich  der  Mensch  auch  das  Wasser,,  mit  dem  wir  es  hier  ja
ausschließlich  zu  thun  haben,  zu  Nutze  gemacht,  hat  sein  Bett  eingeengt,
seine  Kraft  gelähmt  und  zu  seinen  Diensten  gezwungen;  aber  er  hat  des
Wassers  Bewohner,  weil  sie  sich  seinem  unmittelbaren  Anblick,  seiner
Beobachtung,  mehr  als  die  anderen,  an  der  Luft  lebenden  Geschöpfe  zu
entziehen  wissen,  nicht  hinreichend  auf  seinen  Vorteil  angesehen,  und  hat
bisher  nicht  genügend  darauf  gesonnen,  wie  auch  aus  den  Wasserbewohnern
der  für  den  Menschen  größtmöglichste  Nutzen  herauszuschlagen  sei.  Die
Wissenschaft  der  Fischwirtschaftslehre  im  wilden  Wasser  liegt  noch  in  den
Windeln;  und  doch  muß  die  Fischereiwirtschaft  ebenso  einen  Teil  der
Volkswirtschaft  ausmachen  wie  die  Landwirtschaft,  die  Forstwirtschaft ­
  und  der  Bergbau.
In  der  Urzeit  flössen  die  Ströme  durch  den  Urwald,  oder  ihre  Ufer
waren  ausgedehnte  Sümpfe.  Ungeregelte  Naturgewalten  änderten  häufig
die  Stromlänse,  und  überall  entstanden  trägfließende  oder  stehende  Altwässer,
die  den  Strom  in  seiner  ganzen  Länge  begleiteten.  Dieser  selbst  floß  in
zahllosen  Schlangenlinien  dahin.  Die  Überreste  des  ungeheuren  Lebens
im  Urwalde  wurden  bei  Regenstürzen  meistens  dem  Wasser  zugeführt,
lagerten  sich  in  den  tiefausgehöhlten  Stellen  der  Strombiegungen  und
gaben  den  Fischen  willkommene  Massen  von  Nahrung,  und  überall  fanden
diese  gute  Aufenthaltsorte.  Wohl  die  Hauptnahrungsquetten  für  die  Fische
ergaben  jene  mit  dem  Strom  zusammenhängenden  Altwässer-Sümpfe.
Über  ihnen,  wie  über  jedem  stehenden  Wasser,  schwebten  den  Sommer
über  gewaltige  dunkle  Wolken,  gebildet  aus  Schwärmen  jener  Mücken  und
Haften  rc.,  deren  Larven  im  Wasser  leben,  und  an  denen  die  Friedfische
sich  fortwährend  sättigen.  Die  Menge  der  Fische  war  daher  der  reichlich
gebotenen  Nahrung  wegen  außerordentlich  größer  als  heutzutage,  wo  die
Mücken  gezwungen  sind,  ihre  Eier  etwa  einer  Regentonne  oder  dergl.
anzuvertrauen.  Es  ist  gewiß  wahr:  „Die  Nahrung  der  Fische  (d.  h.  der
Süßwasserfische)  kommt  aus  der  Luft"  (wenigstens  zum  bei  weitem  größten
Teil).  So  sagt  Dubisch;  der  weiß  es,  denn  er  hat  die  Natur  beobachtet.
Auch  die  Raubfische  leben  davon,  wenn  auch  meist  nur  mittelbar,  indem
sie  die  Friedfische  fressen.
So  fraß  dazumal  und  frißt  noch  heute  eins  das  andere  so  weit  es
damit  fertig  werden  kann.  Und  doch  waren  dazumal  sicher  der  Fische