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die  Umgestaltung  der  Natur  durch  die  Menschen  in  Feld,  Wald  und
Wasser  zu  regeln  und  zu  überwachen  haben,  aus  Rechnung  setzen.
Der  Mensch  duldet  nur  diejenigen  Pflanzen  und  Tiere,  welche  ihm
Nutzen  bringen,  und  nimmt  so  viel  davon,  als  ihm  zweckmäßig  erscheint
und  dienlich  ist.  Sie  sind  jetzt  einzig  und  allein  auf  der  Welt,  lim  von
Menschen  gegessen  oder  anderweitig  benutzt  zu  werden.  Und  diese  Benutzung ­
  hat  er  in  ein  bestimmtes  wohlausgebildetes  System  gebracht,
ja  zu  einer  eignen  Wissenschaft  ausgebildet,  der  Landwirtschaft.  Aber
in  der  Macht  des  Menschen  sind  nicht  allein  die  Pflanzen  und  Landtiere,
sondern  auch  die  Wassertiere,  darunter  vornehmlich  die  Fische,  gegeben,
die  er  gegenwärtig  zwar  wohl  benutzt,  wie  er  ihrer  habhaft  werden  kann,
aber  deren  regelrechte,  ihm  den  meisten  Vorteil  gewährende  Benutzung
und  Behandlung  er  fast  überall  bis  heute  noch  unausgebildet  gelassen,
ja,  wenigstens  in  bezug  auf  die  wilden  Gewässer,  kaum  erkannt  hat.
Wir  haben  wohl  eine  gut  ausgebildete  Landwirtschasts-  und  Forstwirtschaftskunde, ­
  aber  kaum  eine  Spur  von  Wasserwirtschaftskunde, ­
  mit  Ausnahme  der  Lehre  von  der  Teichwirtschaft.  Diese  aber
ist  es,  welche  berufen  ist,  uns  auch  zu  einer  Lehre  von  der  Bewirtschaftung
der  wilden  Gewässer  anzuleiten  und  hinüberzuführen,  und  welche,  wenn
man  die  bei  ihr  gemachten  Erfahrungen  benutzen  will,  uns  Vergleichsund ­
  Anhaltspunkte  genug  bietet  auch  für  rationelle  Behandlung,  d.  h.
Bewirtschaftung,  des  wilden  Wassers.  Die  Teichwirtschaftslehre
beruht  auf  der  Ernährung  der  Fische,  die  Fischerei  im  wilden
Wasser  muß  auf  dieselben  Grundlagen  gestellt  werden.
Wir  Menschen  haben  durch  gewaltsame  Veränderungen  des  natürlichen ­
  Wassers  den  Fischen  einen  großen  Teil  ihrer  Nahrung  genommen
und  viele  Fischarten  ihrer  Lebensbedingungen  beraubt  oder  die  letzteren
verkürzt.  Die  Gewässer  aber  erhalten  nur  verhältnismäßig  grade  so  viel
Gewicht  an  Fischen,  als  sie  diesen  Nahrung  bieten  können,  nicht  mehr.
Wir  müssen  also,  wollen  wir  verbessern  und  größere  Erträge  erzielen,
Nahrung,  wenn  sie  nicht  zu  teuer  wird  und  soweit  es  überhaupt  möglich
ist,  hinzuführen  und  jene  früheren  Lebensbedingungen  der  Fische  (b.  h.
derjenigen,  die  wir  nutzbar  zu  machen  bestrebt  sind),  nach  Möglichkeit
unterstützen  und  wiederherstellen.
Wenn  der  Landmann  bessere  Ernten  erzielen  will,  so  mnß  er  düngen.
Düngen  heißt  aber:  den  Pflanzen  mehr  Nahrung  zuführen,  als  der
Boden  aus  sich  selbst  herzugeben  vermag:  und  wenn  der  Landmann  mehr
und  besser  genährtes  Vieh  halten  will,  als  seine  Äcker  und  Wiesen  Nahrung