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daß  nicht  strenger  darauf  gehalten  wird,  diese  Fischvertilgung  durch  jene
Vögel  zu  verhindern."
Ich  hatte  von  dem  Manne  gehört  und  gelesen.  Er  hatte  über
Fischerei  geredet  und  geschrieben.  Mir  graut  vor  solchen,  die  sich,  wie
sie  sagen,  „sehr  für  Fischerei  interessieren",  aber  sich  nicht  die  Mühe
geben,  in  die  Natur  und  ihr  Wirken  tiefer  hineinzublicken,  welche,  ohne
nachzudenken  und  zu  vergleichen,  nur  die  Oberfläche,  das  ihnen  in  die
Augen  Fallende  betrachten  und  nur  nach  diesem  oberflächlich  Erschauten
in  der  Schreibstube  ihre  theoretischen  Ansichten  bilden.  Ich  erwiderte:
„Diese  von  Möven,  Reihern  und  anderen  Fischfeinden  gefressenen
Fische  sind  im  Haushalte  der  Natur  für  jene  Vögel  übrig  und  keineswegs ­
  bestimmt,  groß  zu  werden,  ja,  man  würde  bald  gar  keine  großen
Fische  mehr  aus  dem  See  fangen  können,  wenn  diese  Vögel  und  andere
Fischfeinde  uns  nicht  den  Gefallen  thäten,  die  Masse  der  kleinen,  ihnen
zugänglichen  Fische  ganz  erheblich  zu  vermindern."
„Wie?  Was?"  Der  Herr  war  ordentlich  erschrocken.  „Wo  sollen
denn  die  großen  Fische  herkommen,  wenn  die  kleinen  vernichtet  werden?"
„Vernichtet  nicht,  nur  bis  auf  ei-n  gewisses  Maß  verringert;  ja  bei
den  schlechten  Arten  ist  es  sogar  gut,  wenn  sie  wie  Unkraut  möglichst
vernichtet  werden.  Wenn  wir  den  Raubfischen  und  den  Möven,  Reihern  rc.
zu  stark  zu  Leibe  gehen  und  sie  bis  über  das  Maß  ihrer  Notwendigkeit
verringern,  so  müssen  wir,  um  ein  Gleichgewicht  zu  erhalten,  deren  natürliche ­
  Funktionen  selbst  übernehmen  und  durch  engmaschige  Geräte  dafür
sorgen,  daß  das  kleine,  die  größeren  in  der  Nahrung  beeinträchtigende
Zeug  nicht  überhand  nimmt.  Wenn  Sie  wollen,  daß  die  von  der  Natur
erzeugten  Kleinen  alle  wachsen  sollen  und  zu  Großen  werden,  so  müssen
Sie  das  von  der  Natur  in  bestimmtem  Maße  gebotenen  Futter  vermehren, ­
  also  hinzufüttern,  was  Ihnen  doch  wohl  an  diesem  großen
Wasser  recht  schwer  werden  dürfte,  und  die  Fische  brauchen  auch  noch
andere  Dinge  zum  Lebe«  als  die  gewöhnliche  Nahrung.  Wenn  Sie
aber  wirklich  erreichen  könnten,  daß  alle  diese  zahllosen  Kleinen  groß
würden,  so  mögen  Sie  sich  angesichts  der  gewaltigen  Vermehrungsfähigkeit ­
  der  Fische,  die  Sie,  wie  so  manchen  anderen  Faktor  auch,  bisher
nicht  in  Rechnung  gezogen  haben,  selber  ausrechnen,  daß  in  wenigen
Jahren  kein  Platz  mehr  für  Wasser  im  See  sein  würde."
Der  Herr  dankte  zwar  für  die  Antwort,  aber  er  ging  doch  kopfschüttelnd ­
  und  mich  im  Innern  vermutlich  als  einen  eigensinnigen  Ketzer
gegen  landläufige  und  daher  allgemein  nachgebetete  Lehrsätze  haltend  von