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bannen,  und  da  ihm,  wie  ich  wußte,  folgerichtiges  Denken  und  Vertiefung ­
  in  eine  Sache  zu  unbequem  oder  unmöglich  waren,  so  habe  ich  auch
keine  Hoffnung,  ihn  von  jenen  landläuşigen  Ideen  abgebracht  zu  haben.
Mit  manchem  Leser  wird  es  mir  wohl  ebenso  gehen.  Leute,  die  sich  für
klug  ausgeben,  muß  man  nicht  belehren  wollen.  Das  folgerichtige  Denken
ist  nicht  Jedermanns  Sache.
Vergleichen  wir:  Der  Landwirt  und  Viehzüchter  kann  doch  nicht
alle  Nutztiere,  die  in  seiner  Wirtschaft  geboren  werden,  erhalten  und
füttern.  Er  hat  die  großen  Raubtiere  ausgerottet,  welche  früher  den
Bestand  an  pflanzenfressenden  Tieren  in  der  freien  Natur  in  Schranken
hielten  und  in  Schranken  halten  mußten,  und  muß  daher  nun,  um  das
Gleichgewicht  in  der  Natur  zu  erhalten,  die  Funktionen  der  Raubtiere
übernehmen.  Er  verkauft  daher  Kälber,  Lämmer,  Ferkel,  Gänse,  Enten,
Hühner  rc.  neben  den  älteren  gemästeten  oder  abgängigen  Nutztieren  und
behält  nur  soviel,  als  er  in  seiner  Wirtschaft  ernähren  kann.  Die  verkauften ­
  Tiere  ernähren  nunmehr  Menschen  statt  Raubtiere.  Und  der
Fischwirt  soll  die  Nachzucht  alle  leben  lassen?  Die  Minimalmaßbestimmung ­
  und  andere  Schonmaßregeln,  welche  die  Vermehrung  der  Fische
bezwecken,  sind  gerade  dasselbe  wie  ein  Gebot  an  alle  Landwirte^  alle
Kälber,  Lämmer,  Kücken  %.  leben  und  zugehen  zu  lassen,  um  den  Viehstand ­
  zu  vermehren  und  zu  verbessern,  oder  wie  ein  Befehl  an  alle
Gärtner,  fortan  alles  Unkraut  wachsen  zu  lassen.
Einen  vielleicht  noch  augenfälligeren  Vergleich  liefert  die  Forstwirtschaft. ­
  Wirtschaften  heißt:  das  Wirken  der  Natur  zu  unsern  Gunsten
zu  benutzen  und  zu  regeln  (natürlich,  soweit  sie  sich  das  gefallen  läßt).
Im  Urwalde  kommt  das  Holz  dem  Menschen  kaum  zu  gute.  Der  altgewordene ­
  Stamm  fiel  endlich  um,  nachdem  er  durch  seine  Ausdehnung
im  Leben  Hunderte  von  jungen  Stämmen  unterdrückt  hatte,  und  zerschlug
im  Fallen  wiederum  Massen  von  jungem  Holze.  Der  Forstwirt,  der
den  Wald  in  Behandlung  genommen  hat,  will  aber  seinerzeit  aus  den
Bäumen  den  möglichsten  Nutzen  ziehen.  Er  besät  die  Fläche  und  durchforstet ­
  das  aufgelaufene  junge  Gehege  und  das  älter  werdende  zu  verschiedenen ­
  Malen  und  zerstört  damit  eine  Menge  junger  Pflanzen  und
Bäume,  um  den  übrigen  Luft,  Licht  und  hinreichende  Nahrung  aus  dem
Boden  zu  gewähren,  nnd  für  jeden  Stamm  eines  haubaren  Schlages
sind  Hunderte  von  jungen  Baumindividuen  vorher  geopfert  worden.  Die
schlechten  etwa  mit  aufgelaufenen  Hölzer  vertilgt  der  Forstwirt  ganz,
und  der  Fischwirt  soll  die  Nachzucht  und  die  schlechten  Fische  alle  leben