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Äieinen  beschränken  und  nur  soviel  darin  lassen,  daß  die  Nachzucht  gesichert ­
  bleibt.  Die  geringwertigen  und  nichtsnutzigen  Fischarten  müssen
wir  ganz  zu  beseitigen  bestrebt  sein.  Nicht  auf  die  Erzeugung  einer
großen  Anzahl  Fischindividuen  kommt  es  an,  sondern  auf  die  Anzahl  der
größten  marktfähigen  Exemplare,  welche  letztere  gerade  dadurch  zu  erzielen
sind,  daß  wir  die  kleinen  Konkurrenten  beschränken,  entweder  durch  Herausfangen ­
  oder  durch  verständige  Schonung  der  Raubşische.  Ich  habe  Hunderten ­
  von  Abfischungen  großer  Landseen  beigewohnt,  und  gar  oft  geradezu
ungeheure  Mengen  Fischindividuen  erbeuten  sehen,  aber  wenn  der  Fang
nach  brauchbaren  Marktfischen  durchsucht  war,  so  fanden  sich  nur  sehr
wenige  davon  vor.  Das  waren  die  Folgen  des  Schonens  und  des  Vertilgens
  der  Raubfische.  Was  nützt  solcher  „Fischreichtum",  wenn  er  nicht
zu  verwerten  ist?  Hier  wird  man  die  Ursache  der  vielen  Klagen  finden:
die  Fische  werden  immer  kleiner.
Wir  werden,  namentlich  in  großen  Gewässern,  ohnehin  mit  aller
Knnst  kaum  oder  nicht  imstande  sein,  allzuviel  Kleine  zu  fangen,  zumal
da  doch  größere  engmaschige  Geräte  zu  kostspielig,  zu  schwer  und  zu  unhandlich ­
  sind.  Darum  auch  müssen  wir  mit  Vorsicht  Raubfische  herausnehmen. ­
  Wir  fangen,  und  unsere  Konkurrenten,  die  Raubfische  fressen
auch.  Wir  müssen  also,  wenn  wir  naturgemäß  wirtschaften  wollen,  zwar
diesen  Konkurrenten  den  Krieg  erklären,  dann  aber  auch,  wenn  wir  Nutzen
aus  dieser  Bekriegung  der  Fischfresser  haben  wollen,  deren  Funktionen
selbst  übernehmen,  d.  h.  fangen,  und  zwar  vornehmlich  die  für  die  Nachzucht ­
  entbehrlichen  Kleinen,  die  natürlichen  Opfer  der  Raubfische,  Reiher  rc.
In  Gewässern,  welche  fast  nur  Raubfische  enthalten,  regelt  sich  das  natürliche ­
  Verhältnis  von  selber,  denn  die  Raubfische  fressen  ja  ihre  eigenen
Jungen.  Man  hat  nur  darauf  zu  sehen,  daß  man  der  Großen  nicht  so
viele  darin  läßt,  daß  sie  die  Nachzucht  gefährden.  Es  ist  aber  bei
Gewässern  mit  gemischtem  Bestände  bei  Entwerfung  des  Wirtschaftsplanes
auch  wohl  zu  erwägen,  ob  es  nicht  etwa  zweckmäßig  erscheint,  die  ganze
Bewirtschaftung  lieber  auf  den  Raubfisch-Ertrag  allein,  oder  doch  Hauptsächlich
  zu  basieren,  da  die  Raubfische  in  sehr  vielen  Gegenden  zu  den
am  besten  zu  verwertenden  Arten  gehören.  Dann  allerdings  muß  man
so  viele  kleine  Fische  aller  Arten  leben  lassen  als  nur  möglich,  ja  dergleichen ­
  noch  hinzufügen,  damit  sie  von  den  Raubfischen  verwertet,  d.  h.
in  Raubfischfleisch  umgewandelt  werden  können.  Man  wird  bald  durch
Erfahrung  herausbekommen,  wie  viel  Pfund  an  Hechten,  Barschen  rc.
alle  Jahre  herauszunehmen  das  Gewässer  zuläßt.