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zelimi  Stellen  beweisen  nichts),  liegen  aber  m.  W.  nirgends  vor.  Es
kann  nicht  genügen,  daß  gelegentlich  ein  ansehnlicher  Fang  mitgeteilt
wird,  denn  da  kann  gelegentlich  ein  ansehnlicher  Ausfall  zu  anderer  Zeit
verschwiegen  sein.  Die  Fische  treten  oft  in  verschiedenen  Jahren  in  sehr
verschiedener  Menge  auf.*)  Wir  müssen  genau  aussprechen  können,  ob
der  Wert  eines  durchschnittlichen  etwaigen  Mehrfanges  der  gesamten  letzten
Jahre  gegenüber  einem  etwa  verzeichneten  Durchschnittsfang  der  Jahre
vor  den  Brutaussetzungen  entspricht,  und  wir  müssen  auch  nachweisen
können,  daß  ein  hier  und  da  einmal  eingetretenes  stärkeres  Auftreten  der
Lachse  eine  Folge  der  Brutaussetzungen  sei  und  nicht  etwa  günstiger  Laichjahre ­
  in  der  freien  Natur.  Behaupten  freilich  kann  man  viel,  aber  wo
sind  die  Beweise?  Auch  von  der  Einführung  fremdländischer  Fischarten
kann  ich  mir  nicht  viel  versprechen.  Wir  wissen  noch  garnicht,  ob  diese
Arten  bei  den  veränderten  Lebensverhältnissen  sich  mit  der  Zeit  bei  uns
rein  erhalten  werden,  und  sie  verdrängen  nur  eventuell  gute  einheimische
Arten.
Wenn  es  möglich  wäre  —  es  ist  aber  leider  nicht  möglich  —  ein
ganzes  Stromgebiet  einheitlich  zu  bewirtschaften,  so  wäre  anzuordnen,
daß  die  Lachse  nur  in  dem  unteren  Stromlaufe  gefangen  werden,  niemals
(mit  Ausnahme  der  für  die  künstliche  Fortpflanzung  zu  fangenden)  oben
näher  den  Laichplätzen,  denn  die  Lachse  oben  haben  zumeist  nur  den
dritten  oder  vierten  Teil  des  Wertes  der  Lachse  unten;  aber  wie  sollten
wir  beispielsweise  am  Rhein  mit  Holland  und  der  Schweiz  dabei  zurecht ­
  kommen?  Es  wird  m.  E.  am  Rhein,  wenn  sich  nicht  bald  eine
in  die  Augen  springende  Besserung  der  Lachsfischerei  sicher  konstatieren
lassen  sollte,  wohl  weiter  nichts  zu  machen  sein,  als  daß  man  jedem
Revierinhaber  nach  Belieben  Lachse  fangen  läßt  und  nur  darauf  sieht,
daß  der  Weg  für  die  Wanderung  der  Fische  nicht  über  die  Gebühr  beeinträchtigt ­
  wird.  So  ist  ja  der  Zustand  im  wesentlichen  heute  auch.
Wir  haben  noch  die  Bewirtschaftung  der  Landseen  zu  betrachten.
Ein  Landsee  zeigt  gegenüber  den  fließenden  Wassern  ein  eigentümliches  selbständiges ­
  Gepräge  und  muß  daher  auch  als  selbständiges  einheitliches
Ganzes  bewirtschaftet  werden.  Ist  der  See  nur  als  ein  erweiterter  Teil
eines  größeren  Flusses  anzusehen,  oder  liegen  mehrere  oder  viele  Seen
von  einem  Flusse  durchströmt  in  einer  Reihe,  so  wird  allerdings  infolge
')  So  war  letztes  Jahr  ein  solcher  Überfluß  von  Aalen  überall,  in  allen
Ländern  rings  um  die  Ostsee,  wie  er  seit  Menschengedenken  nicht  gewesen;  so
wimmelten  im  Frühling  des  Jahres  1890  unsere  Gewässer  von'.jungen  Zandern.