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Die  Fischerei  im  Meere  teilen  wir  in  Küstenfischerei  und  Hochseefischerei. ­
  Die  erstere  besteht  im  Auslaufen  mit  weniger  seefähigen
Fahrzeugen  zum  Fange  in  der  Nähe  der  Küsten  und  im  Zurückkehren
mit  der  Beute  nach  gewöhnlich  12  bis  allenfalls  24  Stunden.  In  Häfen,
welche  nur  eine  geringe  Tiefe  haben,  kann  selbstverständlich  nur  ein  verhältnismäßig ­
  flaches  Fahrzeug  ein-  und  auslaufen,  und  es  verbietet  sich
hier  also  der  Ausgang  zum  Betrieb  der  Hochseefischerei,  welcher  liefergehende ­
  Fahrzeuge  verlangt,  von  selbst.  Zur  Hochseefischerei  bedarf  man
starker  seewehriger  gedeckter  Fahrzeuge,  welche  Wochen-,  ja  monatelang
in  See  bleiben,  um  dann  ihren  im  Schiffsraum  lebend  oder  in  Eis  aufbewahrten ­
  Fang  selbst  an  den  Markt  zu  bringen  oder  durch  besondere
Schiffe  (Jager)  an  den  Markt  zu  schicken.  Aber  auch  die  Hochseefischer
fischen  nicht  auf  anderen  als  auf  jenen,  auf  der  Meerestiefenkarte  weißgebliebenen ­
  Stellen.

selbst  auf  einem  beschränkten  Gebiete,  und  der  Vernichtung  einer  Fischerei  beachten.
Erstere  ist  ziemlich  ungewöhnlich  und  die  MeercSformen  betreffend  wahrscheinlich  unmöglich,
  während  letztere,  besonders  auf  begrenzten  Gebieten,  fast  jedes  Jahr  eintritt.
1.  Seesäugetiere,  wie  die  Seehunde,  können  ganz  ausgerottet  werden,  besonders
wenn  sie  während  der  Wurfzeit  das  Wasser  verlassen  und  sich  auf  dem  Lande
aufhalten.
2.  Seesäugetiere,  die  das  Wasser  nicht  verlassen,  wie  die  Wale  und  Seekühe,
und  die  wegen  ihrer  Größe  leicht  zu  entdecken,  auch  nur  langsam  sich  fortzupflanzen
imstande  sind,  können  jedenfalls  ausgerottet  werden,  wettn  sie  dicht  an  den  Küsten
ihr  Fortpflanzungsgeschäft  betreiben.  Als  Beispiel  kann  Stellers  Seekuh  angeführt

luciucu.
3.  Tiere,  welche  am  Meeresboden  festhaften,  wie  die  Schwämme.  Mieß-  und
Sandmuscheln,  die  Austern,  welche  in  der  Form  von  Kolonieen  „Banken  bilden,
können  gerade  so  ausgerottet  werden,  wie  man  einen  Wald  umschlägt.
4.  Fische  in  Teichen.  Seen  und  Flüssen  werden  schnell  ausgerottet,  wenn
nicht  die  jungen  Fische  geschont,  den  laichenden  Fischen  Ruhe  verschafft  und  gewisse
Fangmethodcn  verboten  werden.  Viele  der  älteren  amerikanischen  Staaten  haben
jetzt  ausgezeichnete  Schongesetze  für  Wildpret  und  Fische;  die  Schonbestimmungen
werden  in  Kraft  gehalten,  nicht  durch  Fischerei-Aufseher..sondern  durch
die  Thätigkeit  verschiedener  privater  Fischerei-Gesellschaften.  deren
Mitglieder  wegen  jeder  Kontravention  Anklage  erheben.
5.  Ein  fließendes  Gewässer  kann  schnell  der  Fische  beraubt  werden,  welche
in  dasselbe  hinaufgehen,  wenn  es  während  der  Laichzeit  ausgefischt  oder  durch  die
Anlage  von  Dämmen  und  Schleusen  den  Fischen  der  Aufgang  nach  den  Laich-Plätzen
  unmöglich  gemacht  wird.  Auf  gleiche  Weise  kann  man  auch  die  Menge
der  Seefische  verringern,  welche  sich  den  flachen  Stellen  an  der  Küste  nähern  oder
in  die  Buchten  hineingehen,  besonders  wenn  sich  der  Laich  am  Grunde  festsetzt.
Die  Zug-  oder  Wanderfische,  welche  in  Scharen  oder  einzeln  große  Strecken