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nicht  strebsam,  wie  der  einzelne  Kurrenfischer  auf  eigene  Rechnung.  Mit
Fahrzeugen  nach  englischen  Mustern  mit  der  dazu  notwendigen  stärkeren
Bemannung  ist  auch  bei  uns,  und  zwar  von  einzelnen  Eigentümern,  versucht ­
  worden  zu  arbeiten,  aber  diese  Versuche  haben  sich  nicht  bezahlt
gemacht.  Wenn  heute  noch  ab  und  zu  einzelne  Leute  Projekte  machen,
die  Gründung  von  Aktien-Gesellschaften  zum  Fischen  mit  dem  Trawl
nach  englischem  Muster  zu  versuchen,  so  pflegen  es  solche  zu  sein,  welche
nachher  als  Direktor  sich  eine  gute  Einnahme  oder  sonst  gute  Vorteile
dabei  verschaffen  wollen.  Ob  die  Aktionäre  dabei  zu  ihren  Zinsen  kommen,
ist  für  diese  Gründer  ja  ohne  Belang.  Die  deutschen  Fischereiverhältnisse
  liegen  aber  anders  als  die  englischen.  Ich  glaube,  selbst  wenn
Kapitalisten  au  einem  solchen  Unternehmen  sich  beteiligen  sollten,  so  werden
sie.doch  bald  davon  zurückkommen.  Von  dieser  Seite  dürften  die  einzelnen
Hochseefischer  auf  die  Dauer  nicht  viel  zu  fürchten  haben.
Es  wäre  aber  für  unsere  Segelhochseekurrenfischer  doch  wohl  geraten,
darüber  nachzudenken,  ob  es  sich  nicht  gar  sehr  empfehlen  mochte,  sich,
wenn  auch  nicht  alle  zusammen,  aber  doch  gruppenweise  zusammenzuthun,
um  sich  Dampfjager  zuzulegen,  welche  ihnen  draußen  auf  See  den  Fang
abnehmen,  dantit  die  Kurre  gleich  weiter  arbeiten  kann,  während  die
Fischer  jetzt  nach  jeder  fertigen  Reise  zu  Markt  und  dann  wieder  nach
den  Fangplätzen  aussegeln  müssen,  wodurch  ihnen  wohl  die  Hälfte  oder  doch
ein  großer  Teil  ihrer  Fangzeit  mit  Hin-  und  Herfahren  verloren  geht.
Es  ist  nicht  recht  erfindlich,  warum  dieser  Vorteil  nicht  längst  benutzt
worden  ist.  Freilich  das  deutsche  Publikum,  wenigstens  das  an  den  Küstenplätzen, ­
  will  womöglich  lebende  Schollen  haben  *),  aber  es  wird  sich  schon
nach  und  nach  an  tote  gewöhnen,  da  es  doch  niemand  einfallen  kann,  zu
verlangen,  die  Steinbutte,  Schellfische  und  Zungen  lebend  angebracht  zu
erhalten,  denn  das  geht  einfach  nicht.  Jager  und  das  Anbringen  lebender
Fische  vertragen  sich  nicht  miteinander.  Das  Konservieren  in  Eis  muß
noch  viel  mehr  in  Verbreitung  kommen.  Wenn  dann  die  Genossenschaft
noch  eine  kaufmännische  Kraft  gewinnen  könnte,  welche  für  die  Gesellschaft
selbst  den  Fischhandel  versieht,  so  wäre  sie  ganz  in  der  Lage,  wie  bei  den
*)  Wenn  den  deutschen  Hochseesischern  die  Schollen  aus  irgend  einem  Grunde
in  der  Bünn  nicht  mehr  leben  wollen,  dann  segeln  die  Fischer,  falls  der  Wind
günstig  ist,  an  holländische  Märkte,  wo  die  toten  Schollen  viel  besser  bezahlt  werden
als  beispielsweise  in  Hamburg.  Auch  wenn  die  Fischer  viele  Rochen  haben,  so
segeln  sie  dahin,  weil  das  deutsche  Volk  noch  an  den  Genuß  dieser  Fische  nicht  gewöhnt ­
  ist,  und  daher  nur  ganz  geringe  Preise  bewilligt.