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scheiden  hat.  Die  Antwort  kann  nur  lauten:  Das  Meer  gibt  soviel  her,
daß  diejenigen  Fischer,  welche  wir  jetzt  haben,  ein  anständiges  Dasein
fristen  können.  Die  Lage  der  Fischer  ist  deshalb  schlecht,  weil  sie  vielfach ­
  ihre  Ware  nicht  dahin  bringen  können,  wo  Nachfrage  nach  derselben
herrscht,  d.  h.  weil  sie  dieselbe  nicht  direkt  dem  Engros-Händler  zuführen
können,  sondern  durch  Verhältnisse  —  Mangel  an  Gefäßen  zum  Versand,
Mangel  an  Eis,  schlechte  Verkehrsverhältnisse  —  gezwungen  sind,  sie
dem  „Quatzner"  zu  verkaufen,  der  oft  versucht,  den  Fischer  übers  Ohr
zu  hauen,  was  ihm  auch  häufig  gelungen  ist  und  noch  gelingt.  In  früheren
Zeiten  spielte  bei  dem  Handel  mit  dem  Quatzner  der  Branntwein  eine
Hauptrolle.  Die  Fischer  wurden,  wenn  es  anging,  mit  der  Flasche  heschäftigt,
  während  der  Quatzner  das  Gewicht  der  abzuliefernden  Fische
bestimmte.  Heute  muß  vielfach  die  Unwissenheit  des  Fischers,  seine  Unkenntnisse ­
  der  Marktverhältnisse  dienen,  dem  Quatzner  ein  anständiges
Profitchen  zu  sichern.  Vom  Quatzner  gehen  die  Fische  in  den  Besitz
eines  Engros-Fischhändlers  an  der  Küste  über;  derselbe  versendet  sie  an
einen  Engros-Händler  im  Binnenlande,  von  welchem  sie  wieder  ein  Detail-Händler
  bezieht.  Von  diesem  kommt  die  Ware  erst  an  den  Konsumenten.
Außer  dem  Fischer  wollen  also  noch  vier  Händler  an  den  Fischen  verdienen. ­
  So  erklärt  es  sich,  daß  Fischer  ein  Pfund  Barsch  mit  9  bis
11  Pfennigen  bezahlt  erhalten,  während  es  an  entfernten  Märkten  50
bis  60  Pfennige  kostet.  Weshalb  kann  der  Fischer  seine  Ware  nicht  direkt
an  einen  Engros-Händler  versenden?  Änderungen  auf  diesem  Gebiete  find
notwendig.
Im  vergangenen  Frühjahre  kostete  das  Wall  Heringe  oft  2  Pfennige;
ja  es  mußten  sogar  viele  Heringe  als  unverkäuflich  über  Bord  geworfen
werden.  In  diesem  Herbste  hat  das  Wall  Heringe  bis  3,60  Mk.  gekostet.
Weshalb  kann  man  im  Frühlinge  die  Ware  nicht  konservieren  und  dadurch
einen  Preisausgleich  der  verschiedenen  Zeiten  bewirken?  Konstante  Preise
sind  für  jedes  Geschäft  von  Vorteil,  sicher  auch  für  die  Fischerei.  —  Über
den  Fischzoll  ist  schon  viel  geschrieben  worden.  Mag  man  auf  einem
Standpunkte  stehen,  auf  welchem  man  will,  man  muß  entschieden  fordern,
daß  auch  der  Staat  beim  Erlaß  volkswirtschaftlicher  Gesetze  an  den
Fischer  denke,  was  er  bisher  nicht  gethan  hat.  Endlich  sei  noch  eines
Umstandes  gedacht,  der  wenig  bis  heute  beachtet  worden  ist.  Soll  ein
Gewässer  große  Erträge  abwerfen,  so  muß  es  rationell  bewirtschaftet
werden.  In  der  Natur  der  Sache  liegt  es,  daß  dieser  Punkt  unbedingt
Fischereigenossenschaften  fordert,  die  an  der  Küste,  wenn  überhaupt  nur,