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Wehe  mit  der  Lösung  derselben  aufs  engste  zusammenhängen  muß.  Deshalb ­
  empfiehlt  es  sich,  an  der  Küste  Fischereigenossenschaften  von  möglichst ­
  großem  Umfange  ins  Leben  zu  rufen.  Diese  Genossenschaften
müßten  ebensowohl  Produktiv-  als  auch  Industrie-Genossenschaften  werden,
um  die  Stabilität  des  Fischmarktes  zu  wahren,  d.  h.  sie  müßten  sich
auch  mit  der  Verwertung,  Zubereitung,  Konservierung  und  mit  dem  Absätze ­
  ihrer  Produkte  befassen.  Die  Form  der  Genossenschaft  muß
noch  aus  einem  andern  Grunde  bei  durchgreifenden  Verbesserungen  gewählt ­
  werden,  nämlich  in  finanzieller  Rücksicht,  da  Kollektivpersonen  dem
Kapital  gröbere  Sicherheit  bieten  als  einzelne  Individuen,  besonders
wenn  letztere  Fischer  find.
Jnbezug  auf  Fischereihäfen  soll  noch  bemerkt  werden,  daß  die  Anlegung ­
  solcher  Häfen  überall  da  ins  Auge  gefaßt  werden  muß,  wo
Fischerbevölkerung  existiert.  Weiter  als  drei  deutsche  Meilen  dürfen
Fischerhäfen  nicht  von  einander  entfernt  sein.
Mancher  Volkswirt  mag  sagen:  Die  Ausführung  der  Vorschläge
möge  ja  wohl  das  Fischereigewerbe  heben;  es  ist  aber  Sache  der  Fischer,
ihre  Interessen  selbst  wahrzunehmen.  Selbsthilfe  thut  not!  Da  liegt
eben  der  Hase  im  Pfeffer.  Wenn  der  Fischer  sich  durch  Selbsthilfe  aus
der  Patsche  zu  ziehen  vermöchte,  würde  er  seiner  Natur  gemäß  still  und
ohne  viel  Aufsehens  die  Sache  regulieren;  nun  aber  vermag  er  sich  nicht
selbst  zu  helfen,  weil  der  beste  Wille  am  leeren  Geldbeutel  zu  Schanden
wird.  Kapitalisten  stellen  sich  dem  Fischer  nicht,  Bürgschaft  leistend,
zur  Seite,  sonst  könnte  er  schon  heute  Kapital  von  der  Regierung  darlehnsweise ­
  bekommen.  Soll  dem  Fischer  geholfen  werden,  so  muß  der
Staat  helfen.  „Das  ist  ein  wohlfeiler  Rat",  werden  viele  sagen,  „der
Staat  soll  im  neunzehnten  Jahrhundert  alle  wirtschaftlichen  Schäden
ausbessern".  Darauf  kann  ich  nur  erwidern:  „Wohl  dem  Staate,  der
das  vermag!  Alle  Ehre  den  Staatsbürgern,  welche  ihre  Humanität
nicht  nur  durch  Worte  dokumentieren!"  Ich  verlange  nun  aber  durchaus ­
  nicht,  daß  der  Staat  den  Fischern  Fahrzeuge  baue,  Geräte  kaufe
und  sage:  „Fischt  jetzt,  und  wenn  ihr  mehr  braucht,  so  sagt  es  nur".
Die  Fischer  sollen  sich  soviel  wie  möglich  selbst  helfen.  Hier  und  da
stecken  doch  noch  einige  Groschen  unter  den  Fischern.  Die  müssen  im
Interesse  der  Fischerei  verwendet  werden.  Sie  werden  aber  nicht  reichen,
und  deshalb  wird  das  Kapital  eingreifen  müssen.  Das  Kapital  aber
muß  nach  den  heutigen  Anschauungen  der  kapitalistischen  Kreise  den
Hauptanteil  am  Gewinn  haben,  wenn  es  arbeitet.  Damit  ist  dem  Fischer