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werden,  auf  Frachtbriefen  anzugeben,  welchen  Weg  eine  Sendung  Fische
nehmen  soll.  Die  genannten  Ziele  dürften  an  allen  Volksschulen  an  der
Küste  zu  erreichen  sein.  Die  Schulverwaltung  würde  sich  ein  großes
Verdienst  um  die  Fischerei  erwerben,  wenn  sie  sich  entschließen  könnte,
auf  diese  Vorschläge  einzugehen.  Die  Volksschule  allein  aber  kann  den
Fischern  keine  genügende  Ausbildung  gewähren;  es  müssen  Fischerei-Fachschulen ­
  gegründet  werden,  in  denen  die  Fächer,  deren  besondere  Behandlung
in  der  Volksschule  gefordert,  in  größerem  Umfange,  außerdem  aber  noch
die  einfachsten  Sachen  aus  der  Nautik  (Kursrechnungen,  Segellehre,
Stromversetzungen,  Leuchtfeuer,  See-  und  Stromgesetze),  ferner  über  Tiefenverhältnisse ­
  des  Meeres,  chemische  Bestandteile  desselben  und  Nahrung
der  Fische,  Verwertung  und  Bereitung  der  Fische  und  der  Abfälle,  Chemie
der  Fischspeisen,  Anfertigung  der  Fischereigeräte,  Volkswirtschaftslehre,
soweit  dieselbe  den  Fischer  betrifft,  Buchführung,  Korrespondenz  gelehrt
werden.  Allen  Fischern  müßte  Gelegenheit  gegeben  werden,  Kurse,  in
denen  die  genannten  Disziplinen  gelehrt  werden,  durchzumachen.  Jüngere
Fischer  müßten  obligatorisch  dazu  verpflichtet  werden.  Es  dürfte  sich
empfehlen,  für  mehrere  Ortschaften  einen  Wanderlehrer  anzustellen.  Die
erwähnten  Kommissionen  müßten  in  Zukunft  die  Gewährung  eines  Fischerei-Erlaubnisscheines
  mit  von  dem  erfolgreichen  Besuche  einer  Fischereifachschule ­
  abhängig  machen.  Die  Regierung  aber  muß  zur  Gründung  und
Erhaltung  der  Schulen  helfen.
Es  scheint,  als  ob  sich  in  letzter  Zeit  weite  Kreise  für  das  Wohl
des  Fischers  zu  interessieren  anfangen,  da  sich  z.  B.  Vereine,  die  sich  aus
den  besten  Kreisen  rekrutieren,  die  Hebung  des  Standes  der  Fischer  in
Pekuniärer  und  moralischer  Beziehung  zur  Aufgabe  stellen.  Indem  das
Gute,  was  diese  Vereine  schaffen,  dankbar  anerkannt  werden  soll,  wollen
wir  es  nicht  unterlassen,  dieselben  darauf  hinzuweisen,  daß  die  Hebung
der  Moral  am  besten  durch  Hebung  des  Wohlstandes  befördert  wird.
Ņn  diesen  Hinweis  knüpfen  wir  deshalb  die  Bitte  an  diese  Vereine,  die
Fischer  in  der  praktischen  Gestaltung  der  gemachten  Vorschläge  durch  Rat
und  That  zu  unterstützen  zum  Wohle  der  Küstendistrikte,  zum  Wohle  des
Staates  und  der  Gesellschaft,  die  am  Fischer  eine  kräftige  Stütze  gegen
Umstürzler  finden  wird,  zum  Wohle  unseres  deutschen  Vaterlandes,  dessen
Küsten  der  Fischer  mit  Kaltblütigkeit  und  mit  Todesverachtung,  die  ihn
das  nasse  Element,  mit  dem  er  umgeht,  lehrt,  verteidigen  wird,  wenn  je
ein  Feind  unsere  Ufer  bedrohen  sollte.