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tragen;  denn  es  wird  ja  niemand  dadurch  geschädigt,  und  wollen  wir
hier  nochmals  betonen,  daß  wir  nicht  die  Vernichtung  des  Fischbestandes,
sondern  die  Hebung  desselben  anstreben.  Wir  wollen  deshalb  nochmals
darauf  aufmerksam  machen,  daß  wir  Kommissionen  für  jeden  Regierungsbezirk ­
  für  notwendig  erachten,  welchen  es  obliegt,  eine  Besserung  der
Notstände  im  Regierungsbezirk  anzubahnen;  sollte  nicht  ein  jeder  Regierungs-Präsident
  sich  freuen,  wenn  sich  ihm  die  Leute  zur  Verfügung  stellen,
die  ihm  uneigennützig  mit  Rat  zur  Seite  stehen  wollen,  wo  das  Gesetz
gerade  diesen  Herren  die  ganze  Verantwortung  in  die  Schuhe  geschoben
hat?  —  Und  weshalb  hat  man  das  gethan?  Weil  man  nicht  mehr  ein
oder  aus  wußte  und  deshalb  einen  Blitzableiter  suchte!  Verfasser  des
Vorstehenden  hat  sehr  recht,  wenn  er  sagt,  daß  die  Sachkenner  nur  pro
forma  gewählt  worden  seien,  denn  wirklich  durchgedrungen  sind  ihre
Ansichten  doch  nicht,  da  sie  nicht  die  Mehrzahl,  sondern  nur  die  Minderheit ­
  bildeten;  aber  der  Fischer  kann  doch  merken,  daß  einzelne  Gründe
(Motive)  des  Gesetzes  auf  Fischer  zurückzuführen  sind,  trotzdem  die  Ansichten ­
  derselben  späterhin  von  theoretischer  Seite  wieder,  so  zu  sagen,
umgestoßen  wurden.
Stralsund,  Ende  Mai  1891.
Der  Vorsitzende  des  Vereins  der  Berufsfischer  des  Königreichs  Preußen.
P.  Kraatz.

Kie  Kitzwirtschast  in  öer  Kischem  unö  öie  Kotffänöe
her  Kifcher  am  äurischen  Kaff  nnö  in  öer  Umgegenö.
Durch  eine,  in  meiner  Eigenschaft  als  Vorsitzender  des  Zentral-Vereins
  der  Berufsfischer  des  Königreichs  Preußen  zur  Bildung  von
Zweig-Vereinen  unternommene  Reise  um  das  Kurische  Haff  habe  ich  die
Mißwirtschaft  und  die  Notstände  dort  kennen  gelernt.  Ich  glaube  nicht
allein  das  Recht,  sondern  auch  die  Pflicht  zu  haben,  vorläufig  einzelne
dieser  Miß-  und  Notstände  hier  öffentlich  klar  zu  legen,  will  jedoch  vorausschicken, ­
  daß  ich  nur  einen  ganz  geringen  Teil  derselben'  heute  hier
erörtern  kann.  Ich  behalte  mir  vor,  seiner  Zeit  weitere  Veröffentlichungen
folgen  zu  lassen.  Bei  der  Bildung  unseres  Vereins  gingen  wir  von  der
Ansicht  aus,  daß  wir  damit  einem  sehr  fühlbaren  Bedürfnisse  und  gleichzeitig ­
  einem  Wunsche  unserer  Staatsregierung  Rechnung  trügen,  weil  es
doch  für  die  Herren  im  Ministerium  und  bei  den  Regierungen,  welche