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ja  klar  auf  der  Hand,  daß  auch  gerade  den  Oberfischmeistern  ein  Verein
von  Berufsfischern  ein  Dorn  im  Auge  ist,  da  diese  Herren  gewissermaßen
„Alleinherrscher  aller  Reußen"  gewesen  sind,  und  wir  wollen  uns  nicht
verhehlen,  daß  ste  es  auch  wohl  noch  eine  Zeit  lang  bleiben  werden.
Bemühte  sich  doch  einer  der  Herren,  welcher  auch  eine  ähnliche  Äußerung
gemacht  haben  soll,  einen  Fischer  durch  eine  dritte  Person  zu  veranlassen,
daß  er  nicht  zur  Kommissionssitzung  kommen  solle,  zu  der  er  von  mir
geladen  war.
Unseren  hohen  und  höchsten  Behörden  wird  aber  unser  Verein  im
großen  und  ganzen  nicht  unangenehm  sein,  da  sie  über  manches  von  uns
Aufklärung  erhalten,  was  ihnen  bisher  nicht  zur  Kenntnis  kam.  Ich
schließe  dies  auch  aus  einer  im  Interesse  des  Vereins  von  mir  nachgesuchten ­
  und  mir  gewährten  Audienz  bei  dem  Fischerei-Dezernenten  für
das  gesamte  Königreich  Preußen,  Herrn  Geheimrat  Friedberg,  welche  zu
dem  Resultate  führte,  daß  der  Herr  Geheimrat  den  Bestrebungen  unseres
Verems  die  ungeteilteste  Sympathie  versicherte  und  dem  Vereine  im  voraus
wohlwollende  und  entgegenkommende  Gesinnungen  zusagte.
Der  Herr  Fischerei-Dezernent,  welcher  eine  bewundernswerte  technische
und  fachgemäße  Information  in  allen  Fischerei-Angelegenheiten  besitzt,
ußerte  u.  a.:  „Der  Verein  möge  nicht  die  Abänderung  des  ganzen
Fischerei-Gesetzes  beantragen,  denn  ein  bestehendes  Gesetz  würde  nicht  so
eicht  verworfen  und  ein  neues  nicht  sobald  wieder  hergestellt.  Der
Verem  solle  bis  dahin  Besserungs-Vorschläge  machen;  die  Regierung
  würde  uns  überall  entgegen  kommen,  wo  es  ihr  möglich  sei."
In  bezug  auf  die  vom  Verein  erwählten  Kommissionen  äußerte  der
Herr  Dezernent:  daß  dieselben  allerdings  wohl  nützliches  würden  schaffen
können,  wenn  sie  uneigennützig  und  ohne  Sonderinteressen  zu  Werke
gehen  würden.  Dies  wäre  jedoch  sehr  in  Frage  zu  ziehen;  der  Fischer
wäre  geneigt,  immer  von  seinen  Ortsverhältnissen  aus  die  Sache
behandelt  wissen  zu  wollen.  Er  stände  trotzdem  den  Kommissionen  nicht
unsympathisch  gegenüber.  Die  Aufhebung  der  Maschenmaße  wäre  unmöglich. ­
  Dem  Anscheine  nach  rekrutierten  sich  die  Mitglieder  des
Verems  nahezu  nur  aus  Pommern  und  der  Mark  Brandenburg  während
Schleswig-Holstein,  sowie  Ost-  und  West-Preußen  fast  garnicht  vertreten ­
  gewesen  wären.  Die  naheliegende  Schlußfolgerung  ist,  daß  die
Regierung  der  Ansicht  sei,  daß  die  Fischerei-Verhältnisse  wohl  nicht  überall
so  ungünstig  lägen,  als  in  Pommern  und  Brandenburg,  was  ich  aber
durch  meine  Artikel  in  der  Deutschen  Fischerei-Zeitung  widerlegt  zu