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Schiffahrt  übrig  hat,  so  muß  sie  auch  gleichzeitig  soviel  übrig  haben,
daß  sie  den  Baggerboden  dahin  bringt,  wo  er  hingehört,  wo  er  Nutzen
schafft  und  einzig  und  allein  Wert  hat,  d.  h.  aufs  Land  als  Dünger,
und  nicht  ins  Wasser.
Und  wem  hilft  man  am  meisten  damit,  wenn  man  diesen,  den  einzig
richtigen  Weg  einschlägt?  dem  Landwirt  und  dem  armen  Mann,  der
heute  hungern  muß.  Entblödete  man  sich  doch  nicht,  in  Laich-Schonreviere ­
  den  Baggerboden  auszuschütten,  gewissermaßen  zum  Hohne  gegen
Fischer  und  Fischerei.  Man  sagte  dadurch  mit  unschuldigster  Miene  zum
Fischer:  „Alles  für  einen  guten  Zweck."
Vor  allen  Dingen  müssen  wir  dagegen  protestieren,  daß  die  Laichstellen ­
  dem  Fische  genommen  werden,  wo  es  doch  selten  oder  nie  erforderlich
ist,  daß  die  Einbuchtungen  zugeschüttet  werden.
Wenn  die  Herren  Wasserbaumeister  sagen:  „es  geht  nicht  anders",
so  müssen  wir  hiergegen  Protest  erheben  und  werden  wir  —  wenn  die
Königl.  Regierung  es  uns  gestattet  —  beweisen,  daß  es  anders  geht,  indem ­
  wir  andere  Baumeister  befragen.  Aber  wir  hoffen,  daß  sich  auch
noch  in  Deutschland  Baumeister  finden  lassen,  welche  das  können,  und  daß
wir  noch  nicht  gezwungen  sind,  auf  diesem  Gebiete  nach  Amerika  oder
anderen  Ländern  gehen  zu  müssen.
Wir  rufen  in  die  Welt  hinaus:  „man  geht  ohne  Rücksicht  aus  die
Fischerei,  man  geht  auf  Kosten  der  Fischerei  und  der  Fischer  mit  den
Strom-Anlagen  vor!  —  Man  schafft  durch  die  heutige  Wasserbauwirtschaft
eine  Wüste  im  Wasser,  wo  es  nicht  nötig  ist!"  —  Und  rufen  wir  unserer
Regierung  heute  den  Mahnruf  zu:  „Kehre  um  von  diesem  Wege  ehe  es
zu  spät  ist,  rette  was  noch  zu  retten  ist!  —  Befrage  nicht  nur  Königl.
Wasserbaumeister,  frage  auch  andere  Techniker,  und  frage  und  höre  auch
die  Fischer!"  —
Deshalb  haben  wir  darauf  gehalten,  daß  auch  die  Fischer  zu  den
für  die  einzelnen  Flüsse  zu  bildenden  resp.  gebildeten  Strom-Ämtern  und
Schiffahrts-Kommissionen  zugezogen  werden  sollen.  Aber  nicht  allein  die
Fischerei  richtet  man  durch  die  heutige  Stromverbesserung  und  Kanal-Bauten
  zu  Grunde,  sondern  auch  häufig  die  Landwirtschaft,  sodaß  es  vorkommt, ­
  daß  man  im  Kanal  kein  Wasser  hat,  aber  auf  dem  Lande  desto
mehr.  Auch  trat  ich  für  die  Üklei-Fischerei  in  der  Peene  ein,  und  kann
ich  hier  öffentlich  versichern,  daß  in  meiner  Gegenwart  200  Zentner  Üklei
gefangen  wurden,  und  nicht  20  Pfd.  kleiner  Fische  darunter  waren.
Ich  glaube  also,  mit  gutem  Gewissen  für  die  Üklei-Fischerei  in  der