Peene  eintreten  zu  können,  während  ich  die  Üklei-Fischerei  in  vielen  anderen
Bezirken  nicht  empfehlen  möchte.  Besonders  mache  ich  die  Fischer  der
Oder  und  des  Haffs  darauf  aufmerksam,  daß  eine  Vertiefung  der  Oder
bis  nach  See  stattfinden  soll,  und  wird  es  unsere  gemeinschaftliche  Sache
sein,  hier  einen  entschiedenen  Widerspruch  gegen  das  Jnswasserwerfen  des
Baggerbodens  zu  erheben.
Es  war  mir  allerdings  nicht  möglich,  bisher  mit  der  nötigen  Energie
für  die  Stromfischer  einzutreten,  besonders  da  ich  die  bis  dahin  bestehende
Stromfischer-Kommission  als  ungenügend  betrachtete;  ich  werde  jedoch
während  der  nächsten  Zeit  in  diesem  Sinne  vorgehen,  wenn  dies  von  den
Stromfischern  gewünscht  wird.
Für  die  Havel  und  die  Spree  hatte  ich  schon  die  Absicht,  Vorberatungen ­
  stattfinden  zu  lassen,  habe  dies  jedoch  auf  den  Wunsch  des  stellvertretenden ­
  Vorsitzenden,  welcher  ja  Havel-Fischer  ist,  unterlassen,  da
Herr  Holsche  der  Ansicht  war,  daß  wir  noch  warten  müßten,  bis  alle
Havel-Fischer  in  den  Verein  eingetreten  wären,  was  wohl  seine  Richtigkeit
haben  wird.
Ich  glaube,  daß  ich  alle  Fischer  gleichmäßig  in  Schutz  genommen
habe,  wenigstens  war  dies  meine  Absicht.  Ich  habe  versucht,  soviel  als
möglich  jedes  Mitglied  —  soweit  seine  Anschauungen  sich  mit  den  Zwecken
und  Zielen  unseres  Vereins  deckten,  —  zu  vertreten.  Ich  bin  allerdings
mitunter  nicht  soweit  gegangen,  als  ich  es  für  nötig  hielt;  aber  Sie
müssen  mir  das  mcht  falsch  deuten,  denn  ich  glaube,  daß  auch  auf  die
Anschauungen  unserer  hohen  und  höchsten  Behörden  von  uns  Rücksicht
genommen  werden  muß,  und  daß  es  nützlicher  für  uns  ist,  wenn  wir  mitunter ­
  etwas  weniger  fordern,  damit  wir  die  genannten  Behörden  erst  davon ­
  überzeugen,  daß  wir  das  wahre  Wohl  der  Fischerei  und  des  Staates
wollen  und  bezwecken.
Wir  müssen  uns  darüber  klar  werden,  daß  unser  Verein  Feinde  hat
und  dürfen  ihren  Einfluß  nicht  unterschätzen,  aber  wir  kämpfen  heute,
wie  wir  von  Anfang  an  gekämpft  haben:  —  mit  offenem  Visier!  —  Auch
gegen  das  von  der  Königl.  Regierung  zu  Stralsund  beobachtete  Verfahren,
die  Außenküstenfischerei  auch  unter  Pacht  zu  stellen,  müssen  wir  entschieden
Front  machen,  obgleich  die  Königl.  Regierung  daselbst  sich  für  einen  derartigen ­
  Antrag  garnicht  erwärmen  kann,  besonders  da  dies  einen  erheblichen ­
  Ausfall  der  Staats-Einnahmen  bedeutet.
Wir  können  jedoch  danach  nicht  fragen,  denn  wenn  schon  die  Königl.
Regierung  diesen  Ausfall  an  Einnahmen  sehr  fühlt,  wieviel  mehr  fühlen