10. Kap. Die verschiedenen Zweige der Konsumtion. 161 unverhüllte Hervortreten der Unsittlichkeit auf der Bühne ebensogut wie anders wo zu verhindern. I) Der Genuß gewisser Reizmittel und Narkotika. Dahin Ñchort der Gebrauch der Betelnuß bei den Malaien, der Cocablätter in gewissen Theilen Südamerikas und vor allem der des Tabaks, der sich während der letzten drei Jahrhunderte über die Welt verbreitet hat und in şu großen Massen consumirt wird, daß in den mächtigsten Staaten Europas und Amerikas Quantitäten von über ein bis über vier Pfund auf den Ķopf entfallen. . To sehr auch einerseits ein übermäßiger Gebrauch des Tabaks den Einzelnen, w sich davon nicht frei halten, Schaden bringen kann, so muß andererseits och auch anerkannt werden, daß das Rauchen namentlich den untern Volks schichten, die nicht viele andere Genüsie zu ihrer Berfügung haben, einen härm ten Zeitvertreib und ein für den Körper verhältnißmäßig unschädliches Reizmittel bietet. K) Endlich jene leider nur zu häufigen Genüsse gänzlich unsitt- îcherNatur, geschlechtliche Ausschweifungen, Spiel und über- wäßigxtz Trinken. Was die erstern angeht, so hat eine von ernsten sitt- îchen Grundsätzen erfüllte Regierung gewisse einschränkende Maßregeln zu te ffen, namentlich auch ein schamloses, öffentliches Auftreten des Lasters j U derhindern und zu strafen. Bor allem aber ist es Aufgabe der öffent- ìchen Gewalt, das Familienleben und den heilsamen Einfluß der Religion ^ fördern. Wo diese mächtigen Factoren des Heils kräftig wirken, wird die Unsittlichkeit, soweit das bei der beklagenswerthen Schwäche so vieler wuschen möglich ist, eindämmen können. Dem Unfug der Hazardspiele kann, da deren Verbreitung zum großen o^Eile von der Leichtigkeit, mit der sie zugänglich sind, abhängt, durch Eeignete gesetzliche Maßregeln, namentlich durch die Verfügung, daß Spiel- u den gerichtlich nicht eingetrieben werden dürfen, bis zu einem gewiffen y ta ^ e Einhalt gethan werden. Daß auch die Wetten bei den Rennen und A 7 ìlwständen auch die Speculationen an der Börse und im geschäftlichen lick' überhaupt unter den Begriff des Spiels fallen, ist einleuchtend. Frei- ^ ìşi es sehr schwer, bezüglich der Speculationen die Grenze zu ziehen, wo "elben aufhören Transactionen zu fein, welche die sie Unternehmenden im 111 lief auf den voraussichtlichen, den wirklichen Conjuncturen entsprechenden -s ìņ erlaubter Weise vor Schaden sichern oder ihnen Vortheil bringen sollen, 'v îņ ein unbesonnenes Wetten und Wagen übergehen. Auf diese heikeln buT* 1 mirb im Ochsten Buch näher einzugehen sein. Die Berauschung den übermäßigen Genuß geistiger Getränke oder narkotischer Mittel, wie î^Pium, ist ein Laster, welches sich bereits in den ältesten Zeiten der Kämpfe, Volkswirtschaftslehre. 11