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        <title>Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621</title>
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      <div>Bierträger. 
256 
an welkerley pyne unde dodes, dat dat sy, dar sollen wy 
dregere noch alle unse nakomelinge, de in unsem ampte sin, 
nenerley hulpe tho doen unde ock nene handt dartho ansetten, 
des se uns allen gentzliken hebben vordregen to ewigen tyden 
unde deger fry vorlaten, also dat wy des seker unde fast, ste 
enthaven unde entschlagen syn sollen, alse dat de vorschreven 
borgermeistere unnd rathmanne der stadt Rige, unse leven he ^ 
thor ewigen dechtnisse unde thor urkunde der warheit dusscr 
unser schraa starken unnd vasten bevestinge hebben laten antel^J 
unde beschriven in ere denckelboke in dem verteynden bin e, 
darinne dusse unse schraa von worden tho worden beschreve 
steit. Dit is gescheen im dage unde jare vorgeschreven. Uppe^^^ 
tidt was ick, Hermannus Helewegh, stadtschriver tho Rige \ ^ 
betuge ick mit miner egenen handt, unde uppe de tidt weren ol ^ 
mans der beerdregere Kersten Bullezabake, Merten Rugien 
Merten Sennet, bysittere. 
13. Bierträger. 
Schrägen vom 30. December 1535* ^ 
Schragenb. d. Gesellsch. f. Gesch. u. Alterth. in Riga, Bl. 58b-59- 
Schrägen stimmt fast wörtlich mit dem Schrägen der Arbeiter und Lnstrügpr^^^^ ^ 
31. December 1535 überein. Die Varianten sind zum Schrägen Nr. i angcg«"^ ¡g, 
Der dem Bierträgerschragen sich anschliessende Zusatz vom 14. August ».S3 
unten abgedruckt. 
Item idt hefft sick in deme jare dusent etc. und in dem 35^^^ 
begeven, dat de beerdregere twist up dem nien huse des be^^^ 
halven tho dregende geh at hebben und nicht mher dan twc j 
ninge van der tonnen gehat, is derhalven de twist hengelecht, 
de erbarn kemerer van wegen eines erbarn rades darin 
umme mherer twedracht tho vormidende unde den beerdr h 
bevolen, se solden vordan einen schillingk nemen van der to 
und sodane bewillinge in der beerdreger bocke den beerdr 
bevolen tho schrivende unnd sodant went tom anderen jahr 
holden, hefft sick derhalven des andern jares in deme 36sten 
dat se ere cumpanie unnd gilde geholden unnd gedruncko 
1 Böthführ, Die Rigische Rathslinie, Nr. 379. 
2 In der Einleitung daselbst treten uns als Kämmerer die Rathsherren 
Klocke und Benedictus Wilken entgegen. Vergl. Böthführ, Die Rigische R 
Nr. 443 und 453.</div>
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