43 Belem-Para — Belgien. berühmten, mit Nägeln verzierten Koffer- für Leinenzeuge; besonders aber beschäf tigen sic sich mit Handel. B. ist durch Einführung der Dampfschiffahrt der wich tigste Hafenplatz Syriens und gilt als Hafen für Damaskus, dessen Waren bind) Kamele und Maultiere hierher geschafft täglich fährt auf der mit fran zösischem Kapital erbauten Chaussee über den Keniscpaß des Libanon eine 20sitzige Diligence nach Damaskus. Gegen See- transportschäden sind hier zwei' deutsche Gesellschaften vertreten: die Allgemeine Versicherungsgesellschaft für See-, Fluß- unb, Landtransport zu Dresden und die Rheimsch-Westfälische Trausportversiche- rilngögesellschaft zu Mönchen-Gladbach, ferner österreichische (Lloyd), französische, schweizerische, englische. Die Schiffahrtsbc- wcgung auf der Reede von B. (der Hafen ist der Versandung ausgesetzt) war 1870; Dampfer . . 248 von 190 776 Tonnen ' Segelschiffe . 2886 - 55665 Dem Tonnengehalt nach folgen aufeinan- IfSSSÄ* l#c(44,4451.),^^1^0(22,0871.).^ Einnahmen des Zollamts voir B. beliefen Nch k876—77 auf 2,496,389 Mk., davon aus die Einfuhr 1,875,074 Mk. Die Auö- Nlhr besteht in: Seide, Olivenöl, Lumpen, Cerealien, Scsamsamen, Schwämmen, Tabak, Wolle. Eingeführt werden nach B. und gehen von da nach dem Innern (besondersDamaskus): Baninwottgcwcbe verschiedenster Art (aus England und der Schweiz), französische Lrirusartikel, Schuhe und Stiefel, Fes (aus Böhmen), Seidenwaren und Tuche (aus Deutsch land und Österreich), Zucker, Glas re. — P la tz g e b r ä u ch e. Die für deutsche Fabri kanten besorgten Verkäufe erfolgen auf 2—6 Monate Kredit, und erst nach Ein gang der dafür validierenden Tratte erhält der deutsche Verkäufer vom hiesigen Kom missionär den Dreimonatwcchsel, welcher seine Deckung liefert. Wechselkurse no tiert man auf Triest, Livorno nndGenua3 Monate dato, ebenso auf London, Marseille und Paris, auf diese letztem auch aufSicht, alls Konstantinopel 7 Tage nach Sicht. Belem-Para, s. Parä. Belfast (spr. bctlsast), die bedeuteildstc Handelsstadt Irlands, an der Bai von B von atyci @iscnM)nKmc,i; Station für die Dampfer der Domi- monlime (Liverpool-Montreal) und dcr Statelinic (Glasgow-New York); (i8?i) 174,412 Einw., vorwiegend protestan tischer Konfession. Deutsches Konsulat (Amtsbezirk: die Küste von Ballycastle W ^00#^ miev); «ans of National Bank, B. Banking Co., Provin- CKu Sans of Ireland. — Seine Stellung als erste Fabrikstadt Irlands verdankt B. der Lei neu industrie, welche seine Be- völkcrnng (1841 erst 75,000 Seelen) aus lhre jetzige Stufe hob. Die Stadt zählt liber 30 Flachsspinnereien mit 9000 Ar beitern und etwa 500,000Spindeln, zahl reiche Webereien, fünf große Baumwoll- fabrlken (Samt, Musselin, Gingan rc.). Daneben werdeii Seilerei und Segeltnch- sabrikation in starkem Maß betrieben; auch bestehen zahlreiche andre, recht be- deutendeJndustricn, darunter auch Schiff bail. — B. hatte 1879: 399 Schiffe von 73,712Ton. auf dem Register. Besonders für den Küstenhaudel hat B. große Wich tigkeit; 1879 liefen ein 7854 Schiffe vou 1.658.026 T., wovon 124,657 T. auf ir ländische Küstenfahrer kommen, 1,300,388 T. auf Britannien und 232,981 T. auf das Ausland. Es kamen 16 deutsche Schiffe von 4253 'T. und zwar aus deut schen Häfen 9 an, fein» aber ging nach deiitschen Häfen. — Die vornehmsten Ge genstände der Einfuhr 1879 sind: Weizen (73,551 %oii.), WMS (87,539 %.), 3M)l (21,965 %.), già# (18,991 I.), ^„f, Leinsaat, Zucker, Spirituosen, Wein, Pe- trolenni. Ans Deutschland direkt wllrden 1879 importiert für 755,400Mk.Getreide und für 318,200 Mk. Holz. Die Ausfuhr bestand 1879 in 15,063 Ballen und 1428 Ton. Leinengarn, 117,390 Kolli Leinen, 8340 Kolli Leiuenzwirn und Vieh, Kar toffeln, Whiskey, Speck, Butter rc. für deil englischen Markt, ferner Eisenerz und Steinsalz. Gesanitwert der Ausfuhr bri tischer Errenanisse 1879:14,766,000, der Einfuhr 19,608,860 Mk. f Königreich in Westeuropa, seit 1830 von Holland losgetrennt, mit