138 Deutschland (Bergbau: Gold, Silber, Schwefelkies re.). wachsen, während die Werte sich wenig än derten. Es wurden Kupfererze gewonnen: Ton. Mill. Mk. 1870: 207 381 4,8 1871: 217160 5,S 1872: 282193 7,1 1873: 292138 7,4 1874: 262 498 6,5 Ton. Mill.Mk. 1875: 279122 6,8 1876 : 304 502 7,1 1877: 343 541 7.7 1878: 373 539 8,0 1879 : 398 828 10,1 Die 14 Kupfergrubcn (in 75 wird das Mineral als Nebenprodukt gewonnen) be schäftigten 1878 überhaupt 5967 Arbeiter, davon 4409 unter Tage. Gold- und Silbererze werden fast ausschließlich im Königreich Sachsen ge funden; ein sehr kleines Quantum im Wert von 36,000 Mk. lieferte 1879 der Oberbergamtsbezirk Klausthal, während sich die Produktion Sachsens auf 22,300 Ton. im Wertbetrag von 3,872,000 Mk. belief. Die letzten 20 Jahre zeigen ein bedeutendes Steigen und Fallen; 1878 war man selbst unter den Ertrag von 1860 (3,401,000 Mk.) gekommen, obschon man allerdings durch verbesserte Methoden aus der Hälfte des Quantums (I860: 33,800 %on., 1878: 15,500 %.) benfeí&cn Wert zu erzielen vermochte. Es wurden produziert: 1870 1871 1872 1873 1874 Ton. Mill.Mk. 24 818 3,9 27 434 5,3 24 756 5,1 22 408 4,7 24112 4,7 1875: 1876: 1877: 1878: 1879 : Ton. Mill.Mk. 21101 4,o 23117 4,4 18 797 4,0 15 446 3,4 22 314 3,0 Von den übrigen Produkten des Berg baus ist nur noch Schwefelkies von Belang, doch war die Gewinnung ehe dem eine weit bedeutendere. Jedenfalls ist der große Rückgang in den Preisen von entscheidendem Einfluß gewesen. Wenn 1867 nur 96,800 Ton. von Schwefelkies und sonstigen Vitriol-und Alannerzen ge wonnen wurden, so stieg dieses Quantum 1879 auf 121,200 T. Dabei war der ge schätzte Wert in dem letztgenannten Jahr nur 1,151,000 Mk., während er in dem ersten bei viel geringerer Menge 1,409,000 Mk. betrug. Die ungenügende einhei mische Produktion bedingt daher einen bedeutenden Import. Es betrug 1879 die Einfuhr . . . 47475000 Tonnen Ausfuhr. . . 10275000 Man benutzt den Schwefelkies jetzt zur Schwefel-, Schwefelsäure-, Eisenvitriol- und Alaunfabrikation. Infolge dieser ge steigerten Thätigkeit sind auch die Importe von Schwefel sehr bedeutend abgemindert worden, indem sie 1867—79 von 58 Mill, auf 12,5 Mill, kg sanken. Der Wert des Schweselhandels bezifferte sich 1879 in der Einfuhr auf 2,120,000, in der Ausfuhr auf 340,000Mk. Hauptproduktionsgebiet für Schwefelkies ist in erster Linie der Regierungsbezirk Arnsberg ( 9 /io des Ge samtbetrags), dann Schlesien und das Königreich Sachsen. — Von geringerer Bedeutung ist die Gewinnung von Man gan-, Kobalt-, Wismut - und Zinnerzen ; noch weniger von Belang sind die Arsenik-, Antimon-, Nickel-, Uran - und Wolfram erze. 1879 war der Ertrag: der Mangan erze 271,465Mk.,derWismuterze498,128 Mk., der Zinnerze 129,727 Mk., der Ko balterze nur 12,295 (1878:265,557) Mk. — Ihren Mengen und Werten nach be trug die Gewinnung von Erzen 1879: Elsen . . . 4245047 Ton. 23,i Mill. Mk. Zink. Blei. Kupfer Silber u, Schwefelkies Andres. . Zusammen: 5534008 Ton. 65,2 Mill. Mk. Eine zehnjährige Übersicht der Produk tion ergibt (in Millionen): Gold 589546 149055 398828 22314 100509 28709 8,0 17,8 10,1 3,9 1,1 1,2 1870 1871 1872 1873 1874 Ton. Mark 3.8 56,2 4,2 62,3 5.8 78,9 5.9 87,2 4,7 09,8 1875 1876 1877 1878 1879 Ton. Mark 4,7 73,s 4,7 69,5 5,0 69,0 5,3 69,8 5,5 65,2 Wie wir im einzelnen nachgewiesen ha ben, sind es die Provinzen Rheinland, Westfalen, Schlesien, Sachsen (Provin; und Königreich), in welchen in hervorra gendem Grade der Montanbetricb zu Hause ist. In den genannten preußischen Provinzen hat sich diese Industrie in den letzten Jahren enorm entwickelt, am wun derbarsten verhältnismäßig in Anhalt, während in Hannover, im ganzen Hessen, in Braunschweig die Erträge fast stationär blieben. Nach ihrer geographischen Ver-