Italien (Urproduktion: Obst-, Weinbau; Viehzucht). Raps, Safran, Zuckerrohr, Anis, werden Ntlr in beschränktem Maß gebaut. Der Obstbau umfaßt'die Pflege deö gewöhnlichen Obstes wie der Südfrüchte, welche in den neapolitanischen Provinzen, in Sicilien und Sardinien eine Heimat hat und große Mengen von Citronen, Oran gen, Feiaen und Mandeln für den Export abgibt. Im Jahr 1878, welches gegen das Vorjahr in vielen Posten zurückstand, war der Handelswert (in Millionen Mark): Einfuhr Ausfuhr Orangen und Citronen. . 0,4 18,2 Mandeln. — ii,g Dazu kommen beträchtliche Exporte von Cedratfrüchten, frischeil Weintrauben, frischem und trocknen: Obst, Wal- und Wclmiffen (3,5 Mill. Ms.), ^„(1,5 Mill. Mf.), Gemüsen und Gartengewäch se bei welchen allen der Exportwert den der Einfuhr bedeutend überwiegt. Nur Sämereien bilden einen wichtiqenEinfuhr- MW (Smpoit 1878: 9/Mili. Ms. Mn eine Ausfuhr von 2,4 Mill. Ms.). DreO l:ve gedeiht am besten in Neapel und ^teilten, dort erreicht sie die Größe deut scher Eichen. Der Export von Olivenöl gehört zu den wichtigsten Posten; 1878 betrug er 67,s Mill. MF., der Einfuhr wert aber nur 1,2 MUÍ. MF. 1879 stieg der Export auf 886,000 Ctr., sank aber l'880 auf 577,000 Ctr. Dagegen stieg die Ein fuhr von fremden Ölen von 1879 — 80 um 32,000 Ctr. Im Weinbau nimmt I. unter den europäischen Staaten die zweite Stelle ein, es steht nur Frankreich nach. Die durchschnittliche Jahrcöpro- duktion beträgt 30,3 Mill. hl. Die feurigsten Weine kommen von Apulien und Kalabrien; berühmt find Weine wie Lacrimæ Christi und Vino greco dom Fuß des Vesuvs, die von Syra kus und Marsala in Sicilien. Der Wein- Handel bezifferte sich 1878 in Einfuhr wlt 7,o Mill. MF., in Ausfuhr mit 0,1 Mill. MF. Ill den letzten Jahren (1879 und 1880) ist der Export nach Avanfvctcf) (s. d.) ganz ungemein gewach- K»- 1879 wurden ausgeführt 1,105,000 !^."ud 1880: 2,188,817 hl (besonders i:ach Frankreich), während Deutschland, um den ""len Zolltarif zu umgehen, 138,000 Ctr. 259 frische Weintrauben erhielt. Dagcgell stiea 2) Die Viehzucht steht inI. aufkeiner hohen Stufe, unter allen curopäischeir Staaten hat das Land im Verhältnis zur Bevölkerung den schwächsten Viehstand. Es kommen hier auf 1000 Einw.: 37 Pferde, 130 Rinder, 324 Schafe und 59 Schweine. 1874 gab cs: Pferde, Maul ticre u. Esel 1391626 Rinder. . . 3708635 Schafe . Ziegen. Schweine 8806514 2233825 3886731 Der Bestand ist aber dennoch größer als die Bedürfnisse des wenig Fleisch konsnmiercn- den Volks. Der Pferdestand ist allerdings nicht genügend; 1878 wurden 7822Pferde und 1157 Maultiere, zusammen für 4,8 Mill. MF. eingeführt, während die Aus fuhr nur 1,6 Mill. MF. wertete. Der Han del mit Schlachtvieh ist viel bedeutender und betrug inkl. Fleisch 1878 (in Millio nen Mark): Elnführ Ausfuhr- Rinder 3,8 47,7 Schafe und Ziegen . . 0,3 4,2 Schweine — 4 g Reisch — 6,0 Daneben gelangt noch eine beträchtliche Menge von Wildbret zur Ausfuhr, wäh rend die La Plata-Staaten Fleischertrakt importieren. In den fruchtbaren Strichen des Nordens ist auch die Butter- und Käsebereitung zu Haus. Parmesan- kase bildet einen wichtigen Exportarti kel , viel wichtiger ist aber in den letzten Jahren der Handel mit Eiern geworden, wovon jährlich über 200,000 Ctr. expor tiert werden; 1878 war der Wert (in Millionen Mark): Einfuhr Ausfuhr Butter 0,32 4,65 Käse 11,23 3,70 Eier 0,03 21,92 1879 sank die Ausfuhr von Tieren und tierischcn.ProduFten voil 133,1 Mill, auf 114,3 Mill. MF., während die Einfuhr sich von 61 Mill, auf 70,4 Mill. MF. hob. 1880 zeigten die Ausfuhren abermals Ver minderungen: 37,000 Stück Großvieh. 86,000 StückKlcinvieh, 3000 Ctr. frisches Fleisch und 2000 Ctr. Käse; die Ausfuhr von Eiern aber hob sich auf 28 Mill. Mk Die Schafzucht steht auf niedriger 17*