121 Spannung zwischen Maximum und Minimum des ungedeckten Notenumlaufs der Wechsel und Lombard anlage 1896 1897 1898 451200 000 Mk. 523100 000 „ 598 000 000 „ 398 000 000 Mk. 410 000 000 „ 485 000 000 „ gerechtfertigt erklären kann, an: welligsten die Bimetallisten, welche es lieben, die Lage der Reichsbank grau in grau zu malen. Daß die Statusveränderungen der Reichsbank ihrerseits nicht durch deil Goldverkehr mit dem Ausland hervorgerufen worderr sind, geht nicht nur aus dem Mangel an Übereillstimmung mit den Gold bewegungen hervor, sondern mich aus dem Größenunterschied zwischen den Statusveränderungen imb den jeweiligen Goldexporten. Während die Spallnuilg zwischen dem Maximum und Minimum des uilgedeckteil Notenumlaufs der Neichsbank in den einzelnen Jahren 1896 bis 1898 500 bis 600 Millionen Mk. betragen hat, belief sich die weit- alls stärkste Mehrausfuhr von Gold, welche innerhalb eines Monats llachgewieseil ist, ans etwa 50 Millionen Mk. im Mai 1898. Gerade die Verhältnisse des laufenden Jahres finb besonders geeignet, die Ullabhängigkeit der Veräilderungen des Reichsbankausweises von der internationalen Goldbeweguilg darzuthun. Trotzdeln Deutschland bis zum Ende des Moilats September eine Mehreinfuhr von Gold in dem ungewöhnlich hohen Betrag von 83 Millionen Mk. zu verzeichnen hat, war der ungedeckte Notenumlauf der Reichsbank Ende September um fast 600 Millionen Mk. höher als im Februar. Da die inter- ilationale Goldbewegung für Deutschland so überaus günstig war, kann diese bisher noch niemals erreichte Inanspruchnahme der Reichs bank nur durch eine Steigerung des inländischen Geldbedarfs herbei geführt worden sein. Das Ergebnis unserer Prüfung ist also, daß die hohen Diskont sätze, zu welchen sich die Reichsbank in den letzten Jahren zeitweise genötigt sah, nur ausnahmsweise durch die internationale Gold bewegung verursacht, in der Hauptsache dagegen durch innere deutsche Verhältnisse bedingt und gerechtfertigt waren. Mit dieser Erkenntnis ist die Voraussetzung hinfällig, auf welcher die bimetallistisch-agrarischen Bemängelungen der Diskontpolitik der