306 Hospital zu Reichenbach (Oberlausitz). Dasselbe gehört der Majorats-Herrschaft und nimmt 9 Hospitalité» aus der Stadt Reichenbach und dem Dorfe Ober-Reichenbach auf, wie es denn auch zur Unterstützung hülfsbedürftiger Personen aus diesen Orten bestimmt ist. Vermögen (1861) 11,674 Thlr. Hospital St. Georg zu Rügenwalde. Eine selbstständige Stiftung aus dem Jahre 1504 mit 6500 Thlr. Kapital und 140 Morgen in Grundstücken. Sie gewährt 25 Personen freie Wohnung und einige Beneficien. Hospital St. Elisabeth zu Salzwedel, um das Jahr 1427 begründet, ein selbstständiges Institut. Es nimmt 15 alte und gebrechliche Personen beiderlei Geschlechts, Hülfsbedürftige ohne Einkaufsgeld auf und gewährt freie Wohnung, Heizung und Wartung. Jährliche Einnahme und Ausgabe 957, Vermögen an Kapitalien 8000 Thlr. Hospital zu Schermke (Wanzlebeu), für dürftige Gcmeindcglicder, im 17. Jahrhundert von zwei Fräulein v. d. Asse bürg gestiftet. Die Prediger und der Schulze führen die Aufsicht darüber. Hospital zu Schimmerau (Trebnitz). Der katholischen Kirche gehörig, gewährt es 4 Wittwen Wohnung und an Geld-Unterstützung die Zinsen von 200 Thlr. Fundations-Kapital. Hospital St. Georg zu Schlawe (Pommern). Eine selbstständige Stiftung mit 17,000 Thlr. Kapital und ansehnlichem Grundbesitz. Die Anstalt nimmt 32 Personen auf und hat jährlich 2000 Thlr. Einnahme und Ausgabe. Hospital zu Siegburg, in dem ehemaligen Klauscn-Gebäude, ein der Armen-Verwaltung von Siegburg und Wolsdorf gehöriges Institut zur Aufnahme armer Kran ken, Altersschwachen und Krüppel. Die Leitung der Anstalt ist 8 Schwestern des Ordens des h. Franziskus in Aachen anvertraut. Hospital in Soimenburg. Ein königliches Institut, im 17. Jahrhundert von dem Ordcns-Heer- meister Johann Moritz von Nassau erbaut. Seine Bestimmung ist, 6 alte in Armuth und Dürftigkeit lebende, zum eigenen Brod-Erwerb unfähige Leute (3 Männer und 3 Frauen) von unbescholtenem Ruf und tadellosen Sitten ohne Unterschied des Standes darin aufzunehmen und zu verpflegen. Vermögen 5700 Thlr. Aus einem Legat von 100 Thlr. der Frau v. Kleist werden die Zinsen zu Michaeli und Mar tini jedes Jahres an die Armen des Hospitals vertheilt. Hospital zu Stadtlohn (Ahaus), um das Jahr I860 mit einem Kostcn-Aufwaude von 20,000 Thlr. her gestellt und auf 30—40 Kranke berechnet. Die Beschaffung des Fonds