755 48* 2) Waisen-Anstalt des Dom-Kapitels. Sie verpflegt jährlich 14 Wai sen, die bei der Aufnahme und bei dem Abgänge freie Kleidung erhal te«. Aus dem Kapital-Vermögen vou 12,000 Thlr. wird auch die freiheitliche Dom-Mädchenschule unterhalten. Waisen-Anstalt ,u Paradies (Meseritz). Sic nimmt 12 Waisenknaben auf, steht unter Leitung der Seminar- Direktion und des Provinzial-Schul-Kollegiums und erhält 1040 Thlr. jährlich aus der Staatskasse. WaiseubrlohuungS-Fönds in Magdeburg, Zum Gedächtniß des am 7. Juni 1840 ş Königs Friedrich Wilhelm III. begründet. Der ursprüngliche Fonds bestand in 840 Thlr., dem Ertrage eines Konzerts, welches der Seebachsche Gesang-Verein und der Orchester-Verein im Herbst 1840 veranstaltete; Ende 1858 war er durch Geschenke und Vermächtnisse, und indem die Aachener-Mün chener Feuerversicherungs-Gesellschaft aus ihren Ucberschüsscn jährlich 200-250 Thlr. zahlte, aus 8400, Ende 1861 auf 10,000 Thlr. angewachsen. Von den Zinsen und einem Theile der eingehenden Ge schenke bekommen jährlich zwei Waisenkinder (ein Knabe und ein Mäd chen) Belohnungen à 25 Thlr., welche bei der Sparkaffe belegt und später bei der Verheirathung rc. mit Zinsen ausgezahlt werden. Auch werden einzelne Pflege-Eltern, die sich ihrer Zöglinge mit besonderer siebe und Sorgfalt angenommen haben, mit Belohnungen von 10—20 Dhlr. bedacht. S. Robrahn-Schiffersche Stiftung. Waisenhaus zu Alt-Laudsberg. Graf Otto von Schwerin, Besitzer der ehemaligen Herrschaft Alt- ^andsberg, stiftete und dotirte diese Anstalt 1698 zum Besten der re- sormirten Bewohner seiner Herrschaft. Diese und mit ihr das Wai senhaus ging 1709 durch Kauf an den i Fiskus über. Die Anstalt, unter Ober-Aussicht der Regiermrg von dem rrformirten Schloß-Pre diger zu Alt-Landsbcrg als Inspektor verwaltet, erzieht sechs Waisen (3 Knaben und 3 Mädchen) bis zur Einsegnung. Die Ausnahme wird durch die Bedürftigkeit, nicht aber durch die Konfession bedingt. S. Gräflich Schwerin sehe Stipendicn-Stiftnng. Waisenhaus zu Bogutschütz (Beuthcu), bon dem kath. Pfarrer Markefka zur Erziehung und Verpflegung ?nner Waisen und sonst verlassener hülfsbcdürftigcr Kinder begründet, 'udein er mit Beihülfe seines Bruders, des ErzpricsterS Markefka Zs' Myslowitz, die Anstalt mit 2500 Thlr. dotirte und derselben (1858) ««c ihm gehörende GärtNersteÜc zn Bogutschütz im Werthe von mehr als 000 Thlr. zuwendete, auf welcher das bereits eingerichtete Anstalts- Gebäude erbaut ist. Die Anstalt wird zugleich benutzt, um die der Fürsorge des Kreises anheimfallenden Waisen gegen Pension unterzu bringen. ■frtiJI à Waisenhaus zu Btttow. Gin Verein christlich gesinnter Frauen, Jungfrauen und Männer rich-