<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Preußisches Landbuch</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Karl Friedrich</forname>
            <surname>Rauer</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>834285843</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>445 
Zuchthause zu Görlitz dem landesherelichen Fiskus überwiesen werden, 
bestand 1841 aus etwa 15,000 Thlr.; I.) in die „v. Lossasche 
Armen-St.ftuttg", zu welcher das v. Nostitzsche Stiftungs-Kapital 
nnt 2500 Thlr. ausschließlich mit gehört. Der Fonds war durch Zu- 
wendungcn der Stände und eingegangene Kollekten-Gelder 1841 bis 
fi 1 , rii 'sŗ- gestiegen. Tie Zinsen werden, nach einem ständischen 
ìion 1786, zu Unterstützungen für alte, auch wegen Ge- 
W fc«bc0j«r Arbeit mifähigg Person», i„ ber Cber- 
Lausitz verwendet; 1841 gab es 18 Stellen à 16, 36 Stellen à 12 
und 22 Stellen à 8 Thlr. jährlich. — Mit der Armen-Stiftunq in 
Verbindung steht c) die „Neusche Ncben-Stiftung." Rittergutsbesitzer 
Ren auf Zunpel und Tauer wendete 1855 dem v. Lo ss a sch'en Armen- 
Fonds zur Bildung dieser Neben-Stiftung 1000 Thlr. zu. 1859 
überwies er wiederum 1000 Thlr. zu dnu Zweck, daß das Kapital 
mit Zins von Zins eine Reihe von Jahren angelegt werden und die 
Zinsen dann theils zu Stipendien à 20 Thlr. für mit den, Stifter 
verwandte, resp. der Oberlansitz angehörige Studircude und Semina 
risten, theils zu Armen-Pensionen r&amp;gt; 8 Thlr. verwendet werden sollten. 
— Er überwies schließlich zu dem Zwecke, daß die ursprünglich für die 
spätere Nachkommenschaft bestimmte zweite Stiftung alsbald in Wirk- 
jamfeit trete, 1860 eine den vierprocentigen Zinsen des Fundations- 
Kapitals von 1000 Thlr. gleichkommende Summe mit der Zusicherung, 
aß derselbe Ertrag alljährlich am 1. Dezember von ihm und nach- 
mals von seinen Erben zur ständischen Kasse so lange gezahlt werden 
würde, b's sich.das Stlftungs-Kapital der 1000 Thlr. nach Maßgabe 
der Fuiidations-Urkunde verdoppelt haben werde. Vgl. Neusche Sti- 
pendlen-Stlftung. 
Louisen Friedrichs Stiftung zu Berlin. 
Sie ist aus Anlaß der Vermählung der Prinzessin Louise von Preußen 
nnt dem Großhcrzoge von Baden 1856 von den, Hoflieferanten A. Beh 
rens zu dem Zweck gestiftet, alljährlich 5 achtbaren, jedoch vermögenslosen 
Brautpaaren am Jahrestage der höchsten Vermählung jedem 100 Thlr. 
,f i: à c: sä % L 
Louise» Denkmal, 
8ŞM8 
' bcu deffelben werden alljährlich am 19. Juli sechs arme,</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
