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        <title>Preußisches Landbuch</title>
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            <forname>Karl Friedrich</forname>
            <surname>Rauer</surname>
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            <idno>834285843</idno>
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      <div>606 
(jedweden Alters) berücksichtigt werden, welche, wenn sie vaterlos ist, 
mag sie durch den Vater oder die Mutter von dem Jakob v. Schenck 
abstammen, zum Zweck der Heirath eine Aussteuer von 200 Thlr. er- 
,"^au v. Schenck hinterließ ferner a) der Kirche zu Flechtin- 
gen 1000, b) der Kirche zu Dönfiedt 500, c) dem Prediger-Witthum 
ju Flechtingen 400, d) dem Prediger-Witthum zu Dönstedt 400 und 
^ Kantor-Wittwen zu Dönstedt, Flechtingen, Wegenstedt und Böd- 
dcnscll je 200 Thlr. 
Schenksche Stipendien. 
Die Verleihung steht dem Magistrat in Quedlinburg zu. Das theo 
logische beträgt 45, das juristische 5O Thlr. jährlich (Hermes 11. 240). 
Schenkel-Schvllersche Stiftungen, 
von den Eheleuten Kaufmann Rudolph Schenkel zu Düren und 
Lucia Katharine geb. Schöller (f 1852) herrührend. Sie schenk 
ten 1833 der Stadt ein neu erbautes Badehaus nebst Gartcnplatz 
unter der Bedingung a) daß das Badehaus als solches insonderheit 
auch für Arme erhalten und benutzt werde; b) daß dasselbe zur Zeit 
ansteckender Krankheiten nach Gutachten der Behörden zum Lazareth 
verwendet werde; c) daß der Ertrag des Hauses und Gartens nach 
Abzug der Unterhaltungs- und Berschönerungskosten den Armen zu 
^ltc komme, und d) in dem Hause eigeiitliche Schankwirthschaft oder 
Tanz-Musik nie gestattet werde. Die Schenkung, im Werthe von etwa 
4000 Thlr. ist von der Stadt unter den gestellten Bedingungen ange 
nommen worden. — Die genannten Eheleute betheiligtcn sich wesent 
lich an der Gründung der jetzigen Elisabeth-Stiftung (s. d.) zu Dü 
ren. Sie übertrugen (1844) der Stiftung das ihnen zugehörige ehe- 
mallge Jesuiten-Kollegium nebst dem an der Südseite des Gebäudes 
gelegenen Garten und Nebengebäude im Werthe von 10,000 Thlr. 
gegen eine jährliche Leibrente von 300 Thlr. Die verw. Schenkel 
geb. Schöller vcrinachte endlich 1) den Armen zu Düren ohne Un 
terschied der Konfession 10,000 Thlr. Die Bedingungen, wie dieses 
Kapital zu verwalten, sollten ihre Brüder Friedriä) und Leopold Schöl 
ler bestimmen; 2) der ev. reformirten Gemeinde einen zu Disternich 
gelegenen Ackerhof nebst der Schenkenburg mit einer Fläche von 473 
Morgen (un Werthe von mindestens 50,000 Thlr.) und einem Garten 
bei Düren. Diese Zuwendung soll den Namen 'S chenkel-S ch öl- 
lersche Stiftung führen und die Hälfte des Ertrages dem Kirchen- 
Fonds, die andere Halste dem Schul-Fonds auf ewige Zeiten gehören. 
Die Stistcrin überließ ihren Brüdern, zu bestimmen, wie die Rcvenüen 
dieser Schenkung zu verwenden seien, und drückte den Wunsch aus, daß 
das geschenkte Gut unter keinem Vorwände verkauft werde; 3) dem 
ev. reformirten Kirchen- und Schul-Fonds zu Düren 4000 Thlr, von 
deren Rcvenüen dem Gustav-Adolph-Verein jährlich 120 Thlr. gezahlt 
werden sollen; 4) zu einer Versorgungs-Anstalt für alte fleißige' brave 
Familien der Gemeinde Düren, die sich nie dem Trünke oder dem Müs- 
siggange ergeben haben, Grundstücke im Werthe von 8O,OO0Thlr. Die</div>
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