■ - aber der Vortheil der Herstellung von centrifugirtem Zucker auf der Hand, da die erzeugten 1000 Faß zu dem höheren Preise etwa 12000 doll, mehr einbrächten, wogegen der Verlust an Melasse sowie die Unkosten der Centrifuge erheblich zurückstände. Uebrigens schließt die Rechnung bei einer Ausgabe von 39750 doll, und einer Einnahme von 37125 doll, mit einem Deficit von 2625 doll, und es findet sich darin gleichwohl kein Posten für Verzinsung und Tilgung des Anlagekapitals, und nichts für den Hausstand des Eigeuthümers. Das Anlagekapital setzt sich zusammen aus dem Boden werth mit 60000 doll., Gebäude und Maschinen 80000 doll, und sonstige Geräthe 11000 doll. In dem Consulatsberichte für 1884 wird zwar der Bodeupreis einer caballería zur Zuckerpflanzung geeigneten Landes als ein je nach den Verhältnissen sehr verschiedener bezeichnet, ime dies auch der Natur der Sache entspricht; als Durchschnitt aber wird für die caballería der Preis von 4000 pesos angegeben, d. h. der Hectar aus 1185 Mark. Hiernach wäre der in dem obigen Anschlage angesetzte Werth für 30 cabal lerías für einen sehr mäßigen zu erachten. Rechnet man im Durchschnitt für die gesammteu 150000 doll, an Zinsen und Tilgungsraten 10% , was für Cuba schwerlich zu hoch gerechnet ist, und läßt dabei das Betriebs kapital außer Ansatz, so treten zu den Ausgaben noch 15000 doll, hinzu, und es müßte der Zuckerpreis um mehr als 2 realen, also über 6 % realen steigen, um das Gleichgewicht zwischen Ausgabe und Einnahme herzustellen. Aus den einzelnen Posten ist ersichtlich, daß der größere Theil auf die eigentliche Rohrpflanzung trifft. Der Anschlag bezieht sich auf ein ingenio alter Art, welches nur seine eignen Ernten verarbeitet. Der Zucker-Ertrag ist nur mit 1 Faß zu 1450 #. netto auf 1000 arroben = 25 000 //. Rohr angesetzt. Der Preis von 4 % realen per Arroba Zucker ist gegen die früheren Jahre zwar nur niedrig, aber in neuerer Zeit keineswegs immer zu erlangen gewesen, er würde für diese Klasse der ingenios hiernach hinter der Grenze der Rentabilität zurückbleiben. In einem Consulatberichte vom Jahre 1884 wird dagegen angeführt: schlechte Preise und hohe Löhne hätten den Pflanzern nichts übrig gelassen; ohne Ueberschuß aber könnten dieselben nicht bestehen, denn ihrer seien nicht fünfzig unabhängig, alle übrigen sehr verschuldet; der Berichterstatter habe jetzt die Ueberzeugung gewonnen, daß, wenn der Pflanzer seinen eentri- fugirten Zucker für 5 realen = 62% cents per Arroba verkaufe, er die Selbstkosten und den Unterhalt für seine Familie damit decke. Was dabei unter die Selbstkosten gerechnet worden, ist nicht ersichtlich, da die Mittheilung durch keinerlei Berechnung oder Zahlenangabe unterstützt Indessen sind 5 realen per Arroba gleich 21 für den D.-Ctr. und wenn dieser Preis in Cuba frei Hafenplatz angelegt werden muß, so ist er immerhin als ein hoher zu bezeichnen. In einem Berichte vom December 1886 wird bemerkt, es sei zwar Rohr genug für eine Ernte von