243 auf den künftigen Credit in Anschlag bringt. Die Speicherun gen sowie die Ausgleichungen zwischen den verschiedenen Be zirken, an welche der ziemlich phantasiereiche Yolkstribun in seinem System und Reich dachte, brauchen wohl kaum erwähnt zu werden. Dieses Nebenwerk tritt gegen den zweiten Grund irrthum zurück, der eine Rohheit der Auffassung enthielt, die ebenfalls der Nationalökonomie in ihrer physiokratischen Ge stalt, in einem gewissen Maass aber auch noch dei’jenigen Adam Smiths eigen war, ja sogar noch heute in verschiedenen Syste men eine Rollo spielt. Es ist dies die Meinung, welche mit der VolkswirthSchaft und mit der Versorgungsfrage fertig zu sein glaubt, wenn sie nichts weiter als den Ackerbau und den Ertrag der ländlichen Grundstücke regulirt hat. Diese Be schränkung der ökonomischen Gedanken auf den Ackerbau, wie wir dieselbe in ihren widerwärtigsten Conseíjuenzen auch bei einem Malthus angetroffen haben, ist einerseits als ein Volks- vorurtheil, andererseits in ihrer allermodernsten und gegen wärtigen Gestalt als eine Rückwirkung der feudalistischen Denkweise zu betrachten. Es darf daher nicht befremden, dass der Volkstribun Gracchus Babeuf mit den Gonsequenzen dieser so vielseitig anerkannten Idee Ernst machen wollte. Er hatte ebensowenig wie die ideologische Nationalökonomie seiner Zeit eine Ahnung davon, dass in der modernen Welt die entschei dende Triebkraft für die Beschaffung von Existenzmitteln an derswo zu suchen wäre, als im Gebiet des Grundeigenthums. Seine antiken Vorbilder mögen zur rohen Gestaltung seiner Ideen nicht wenig beigetragen haben. Allein seine Entwürfe Würden vielleicht noch schlimmer ausgefallen sein, r/venn er noch einige Trugbilder der Nationalökonomie zum Führer ge nommen hätte. 4. Man sieht aus den Schriftstücken, dass er Mably kannte und Rousseaus Antrieben folgte; aber auch seine eignen Vorstellungen und deren Ausdrucksform sind offenbar kernig genug, um als Beurkundungen eines energischen selbständigen Geistes mehr Werth zu haben, als ganze Massen einer spä teren, dürftigen und schwächlicherr Literatur über denselben Gegenstand. In der bei Buonarroti (Bd. II S. 137 fg.) als Be lagstück abgedruckten kurzen Darstellung der Hauptprincipien Babeufs wird (S. 145) die Idee entwickelt, dass durch Theilung und Aneignung des Grundeigenthums die Ungleichheit und