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grundlagen  nicht  unzeitgemäß  sein.  Denn,  mit  Ausnahme
Rußlands  und  Oesterreichs,  stehen  alle  bedeutendere  europäische ­
  Nationen  auf  einer  höheren  Stufe  des  politischen
Fortschritts  als  Preußen,  und  Preußens  Beziehungen  zu
denselben  werden  erschwert,  ja  der  Frieden  und  das  Glück
Europa's  wird  gefährdet  durch  sein  Zurückbleiben.  Kann
es  den  zur  Zeit  bestehenden  Verhältnissen  des  Auslands
angemessen  sein,  daß  Preußen,  welches  keiner  Nation
an  Intelligenz,  sittlicher  Kultur  und  Macht  nachgiebt,  so
weit  an  bürgerlicher  Selbstständigkeit  zurücksteht?  Ebensowenig ­
  darf  man  behaupten,  daß  die  von  den  Männern  des
Fortschritts  geforderten  Institutionen  mit  den  bestehenden
Einrichtungen  im  Jnlande  unverträglich  wären.  Ein  plötzlicher ­
  Uebergang  von  absolutistischen  zu  populären  Institutionen ­
  ist  nur  bann  bedenklich,  wenn  mächtige,  dem  Volksrechte ­
  widerstreitende  Privilegien  bestehen,  deren  Umsturz
unter  hartem  Kampfe  und  mit  Gefahr  tiefer  Erschütterungen
  auf  die  Erweiterung  der  Volksmacht  erfolgen  dürfte.
Aber  in  Preußen  eristiren  keine  solche  mehr.  Die  Adelsvorrechte, ­
  die  Zunftmonopole,  die  Bauernunterthänigkeit  sind
schon  aufgehoben;  eine  Hierarchie  hat  es  schon  seit  Jahrhunderten ­
  nicht  gegeben,  auch  findet  sich  daselbst  fast  keine  Spur
des  hierarchischen  Geistes  vor.  Die  Militärmacht  ist  keine
insolente,  von  Raub  lebende  Soldateska;  die  Bureaukratie
keine  voll  Mißbrauch  und  Sinekuren  sich  bereichernde  Schmarotzerkaste. ­
  Der  Hof  ist  sittlich,  wirthschaftlich  und  human.
Es  giebt  in  Preußen  irichts  von  allem  dem,  was  in  früheren ­
  absoluten  Staaten  vor  dem  Gerichte  der  Volksmacht