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durchzudringen;  nur  daher  auch  wird  in  England  nach
Prinzipien  regiert.  Aber  die  französischen  Kammern,  einer
zentralisirten  Verwaltung,  einer  geschlossenen  Bureaukratie
gegenüber,  bleiben  mit  ihren  Prinzipien  ohnmächtig  oder
müssen  dieselben  nach  dem  Geiste  der  Veamtenzunft  modifiziren.
  Daher  dreht  sich  der  Kampf  in  Frankreich  nicht
um  Prinzipien,  sondern  nur  um  Personen.  Derjenige,  der
ans  Ruder  kommt,  fühlt  sich  sogleich  durch  den  erstarrenden
Hauch  der  Hydra,  der  er  verfallen  ist,  gebannt;  derjenige,
der  ans  Ruder  gelangen  will,  wagt  es  nicht,  durch  das
Dringen  auf  durchgreifende  Reformen,  den  Boden,  auf  dem
er  selbst  stehen  will,  zu  untergraben.  Der  Volköeinfluß  in
den  Kammern  vermag  nichts  gegen  den  Widerstand  der
Verwaltungszentralisation  auszurichten;  selbst  die  Julirevolution, ­
  welche  leider  ein  falsches  Ziel  sich  erkor  und  die
Bureauregierung  stehen  ließ,  hat  gegen  deren  verderblichen
Einfluß  nichts  vermocht,  —  deßwegen  allein  bietet  in
Frankreich  das  repräsentative  Regierungssystem  so  unerfreuliche ­
  Resultate  dar;  denn  es  ist  nur  ein  halbes  Werk:
freie  Gesetzgebung  durch  ein  gänzlich  unfreies  Volk,  Selbstständigkeit ­
  für  die  allgemeinen,  Unselbstständigkeit  für  die
besonderen  Interessen;  eine  Bewegungskraft  der  Freiheit  für
das  Werkzeug  des  Despotismus.  Wenn  also  in  Preußen
eine  symmetrische  Entwickelung  bestehender  Grundlagen  bewirkt
werden  und  zu  einem  für  das  Staatöwohl  gedeihlichen  Zustande ­
  führen  soll,  muß  zuvörderst  auf  eine  durchgreifende
Vereinfachung  der  Verwaltung  hingearbeitet  werden.  Diese
kann  nur  durch  Ausbildung  des  Gemeindelekens  und  die