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friedliches  Unterthanenleben  werfen,  ohne  einer  Erplosioit
gewärtig  zu  sein,  auf  deren  Erschütterungen  Preußen  am
allerwenigsten  vorbereitet  ist.  Das  Gerücht  einer  dergleichen
Absicht  setzt  die  Vorposten  und  Wächter  ein  wenig  in  Allarm;
sie  rapportiren  und  geben  sich  Signale  zur  Behutsamkeit;
aber  im  Innern  des  Lagers  zeigt  sich  keine  Bewegung,
weil  man  da  nicht  an  die  Möglichkeit  eines  solchen  Attentats ­
  glauben  kann.  —  Es  ist  uns  nicht  darum  zu  thun,
dies  fruchtbare  Thema  für  eindringliche  Ergüsse  auszubeuten.
Wir  wollen  nur  schlicht  unsere  Ansicht  kundthun,  imb  glauben ­
  schon,  uns  verständlich  gemacht  zu  haben.  Geschichten
kann  man  noch  vorsuchen,  recht  unternehmende,  romantische;
aber  „Geschichtliches"  in  Preußen  wiederherstellen,  wie  cs
zur  Basirung  eines  Stockkonservatismus  erfordert  wird,  kann
man  nimmermehr.  —  Hätten  diejenigen,  welche  die  Idee
einer  geschichtlichen  Basirung  auffaßten,  sich  offen  gestanden
und  klar  gemacht,  was  sie  eigentlich  wollten,  sie  hätten  die
Eitelkeit  dergleichen  Bestrebungen  aus  zwei  Gründen  einsehen
müssen:  für  die  Verwirklichung  ihrer  Wünsche  giebt  es  in
Preußen  zu  wenig  gesetzliches  Unrecht  und  zu  allgemein  verbreitetes ­
  Rechtsgefühl,  —  zu  wenig  Mißbrauch  und
zu  viel  Intelligenz!
Man  wird  uns  vielleicht  erwidern,  daß  wir  eine  zu
schroffe  Auffassung  der  historischen  Tendenz  dargelegt  und
Motive,  die  keineswegs  gehegt  werden,  untergeschoben
haben;  daß  es  keineswegs  um  den  dìlrch  Mißbrauch
bedingten  Stockkonservatismus,  sondern  nur  um  die  Rettung
historisch-nationaler  Gewohnheiten,  um  die  ehrwürdige  Be-