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kraft,  sowohl  des  Einzelnen  als  der  freien  Vereinigung;
denn  der  Segen  muß  aus  dem  positiven  Schaffen  uns  kommen, ­
  und  kann  nicht  durch  Regieren,  dessen  Wirksamkeit
eigentlich  nur  eine  negirende  ist,  gegeben  werden.  Und
während  die  Freiheit  den  Einzelnen  seine,  vom  negirenden
Drucke  des  Regierens  gelöste  Kraft  erkennen  läßt,  erhebt
sie  seinen  Blick  zum  Erfassen  der  Allgemeinheit,  beseitigt
jene  Aengstlichkeit,  welche  die  Mutter  einer  engherzigen  Selbstsucht ­
  und  jedes  bürgerlichen  Lasters  ist,  —  sie  giebt,  mit
der  Selbstständigkeit  und  Ehre  auch  Kraft  und  Tugend,  —
und  nur  unter  den  Kräftigen  und  Tugendhaften  kann  das
gesellige  Prinzip  sich  in  seiner  Würde  entwickeln,  nämlich:
als  eine  Vereinigung  der  Kräfte  durch  Achtung,  Vertrauen
und  gegenseitiges  Unterstützen.
„  Aber  werden  wir  es  bei  der  Freiheit  besser  haben?  "  —
lautete  der  zweite  Theil  der  Frage.  Wenn  damit  gefragt
werden  soll:  ob  eine  freie  Regierung  wohlfeiler  und  schonender ­
  sein  dürfte,  so  antworten  wir  mit  Rein.  Volksthümliche
  Regierungen  sind  gewöhnlich  kostspieliger  als  absolute; ­
  und  wenn  sie  auch  nicht  gegen  das  Recht,  wie  reine
Despoticen,  verfahren  können,  so  sind  sie,  in  ihrem  Rechte,
von  rücksichtsloser  Entschiedenheit.  Eine  konstitutionelle  Regierung ­
  in  Preußen  dürfte  nicht  bei  ihren  exekutiven  Maßregeln ­
  so  viel  Federlesens  machen,  als  wie  die  bureaukratische
Verwaltung  es  thun  muß.  In  diesen  Hinsichten  hätte  man
es  nicht  besser:
„Gehorchen  müßt'  man  mehr  als  immer,
„Und  zahlen  mehr  als  je  vorher."