74

sozialen  Elementen  entstanden  sind,  so  wird  es  auch  leicht
sich  Herausstellen  lassen,  zu  welchem  Zustande  wir  eigentlich
übergehen.  Erstens  hat  der  schroffe  Eroberungskonflikt  unter
den  zivilisirten  Nationen  aufgehört.  Der  moderne  Krieg  hat
sich  durch  die  Fülle  des  Materials  und  die  Vervollkommnung
der  Vernichtungskünste  überstürzt;  er  verbietet  sich  durch
seine  eigenen  gesteigerten  Schrecknisse.  Die  Verlockung  ist
aber  a^  i#  mel)T  bleibe.  3%™  ber  bWße  Wß  Don
Grund  und  Boden  ist  nicht  mehr  Hauptquelle  des  Reichthums ­
  ;  sondern  eine  Industrie,  welche  der  Krieg  vernichtet,
ist  Hauptquelle  geworden.  Die  Kosten  der  Eroberung  sind
gestiegen  und  der  mögliche  Ertrag  gefallen,  und  zwar  dermaßen, ­
  daß  ein  Eroberungskrieg  aus  berechnender  Gewinnsucht ­
  heutzutage  etwas  ganz  Undenkbares  wäre.  In  Folge
der  verbreiteten  Aufklärung  verliert  auch  das  Regieren
und  Kriegführen  den  früheren  Charakter,  nämlich  den  persönlicher ­
  Angelegenheiten  des  Fürsten;  sie  nehmen  mehr  den
Charakter  nationaler  Interessen  an.  Die  zivilisirten  Nationen ­
  sind  auch  humaner  geworden,  und  willigen  nicht  mehr
ein,  den  Nachbar  mit  Feuer  und  Schwert  zu  überfallen,
damit  er  diesem  und  nicht  jenem  Fürsten  steuere.  Das  Regieren ­
  ist,  wegen  der  erhöhten  Ansprüche  an  die  Verwaltung, ­
  mit  zu  großen  Kosten  verknüpft,  um  gerade  ein
rcntirenbeë  ©e^äß  &amp;u  fern;  #er  W  ^  eine  ®ebieW^
vergrößerung  für  eine  Nation  keinen  weiteren  Vortheil,  als
den  eines  ausgedehnteren  erwerblichen  Verkehrs,  welcher
durch  einen  Vertrag  für  Handelsfreiheit  oder  einen  Zollverband ­
  ebenso  vollkommen,  als  durch  eine  erobernde  Ein-