GROSSBRITANTEN — Finanzen (Kriegskosten). 9 Seemacht, zusammen 54’874,000 Pf. für militärische Zwecke bestimmt. Nachdem der Friede hergestellt, konnten diese Summen auf 20’747,000 und 16’568,000 = 37’315,000 herabgesetzt werden. Darnach stellt sich der Bedarf (mit Einschluss eines neuen Anlehens von 1 Mill, für Sardinien) auf 82,113,000, oder, nach Abzug von 4’588,000 Pf. Er hebungskosten (welche dieses Jahr zum ersten Male speziell aufgeführt sind), auf 77’525,000 Pf. netto. — Zur Deckung sollen dienen: alle gewöhnlichen ordentlichen und ausserordentlichen Auflagen, namentlich auch die Einkommenssteuer in ihrem erhöhten Betrage von 1 Sh. 4 Den. vom Pf. (oder 6 Pf. 13 Sh. 4 Den. von 100 Pf.); erst im April 1857 soll dieselbe auf den früheren Betrag herabgesetzt werden. Auch sind mehrere Millionen vom vorjährigen Anlehen zur Verfügung. Dessen ungeachtet bleibt noch ein Defizit von 6’873,000 Pf., wovon 5 Mill, durch ein Anlehen, 2 weitere Mill, aber durch Ausgabe von Schatz scheinen gedeckt werden sAlen. Die Kosten des Krieges. Der Minister selbst stellte bei der eben erwähnten Gelegenheit folgende Rechnung auf: In den beiden Kriegsjahren wurden, verglichen mit den beiden letzten Friedensjahren, für militärische Zwecke, also den Krieg, mehr ausgegeben .... Pf. 63’055,000 Im nächsten Jahre werden diese, nicht plötzlich zu beseiti genden Mehrkosten noch erheischen .... » 24’500,000 Sonach Gesammtsumme der Kriegskosten Pf. 77’588,000 Hivon wurden 17’182,000 Pf. durch Erhöhung der Steuern be reits gedeckt. Nach dem letzten, dem Parlamente vorgelegten Finanzausweise (ausnahmsweise nach dem Kalenderjahre, sonach bis 31. Dez. 1855 berechnet) stellten sich die Hauptsummen so: Ausgaben . . 84’505,788 Einnahmen . . 63’364,605 Defizit 21441,183. Die Haupt-Einnahmeposten waren: Zölle 20’987,752, Ac cise 16’389,486, Stempel 6’805,604, Land- und Abschätzungstaxen 2’945,784, Einkommensteuer 13718,185, Post 1737,219, Kronlän- dereien 280,515, Verkauf von Vorräthen 522,138, Zahlung der ost indischen Kompagnie 60,000, diverse Einnahmen 402,768, nicht er hobene Dividenden 111,149. Unter den Ausgaben: a) fundirte Staatsschuld 22792,594, Leibrenten 173,240, Zinsen der Schatzkammerbonds 217,000, ditto der laufenden Schatzscheine 560,635, dazu Diverses 86,135 ; zusammen Schuld 27’647,899 ; — b) Landarmee 14’545,059, Flotte 19’014,708, Feldzeugamt 9,632,290, sonstige ausserordentliche Credite für Kriegs zwecke 5’200,000; zus. für den Krieg 48’392,057; — c) Civilliste 396,570, Jahresrenten und Pensionen 340,991, Gehalte etc. 162,697, diplomat. Corps 149,244, Gerichtshöfe 493,082 etc. Bemerkungen zu den einzelnen EinnahmepOSitionen. Vor allem muss der geringe Ertrag der Staatsdomänen auflallen. Nicht einmal Va Eroz. der Einkünfte wird aus dem unmittelbaren Staats-