FRANKREICH — Finanzen (Steigen des Staatsbedarfs). 45 abschliessend, ward es vom gesetzgeb. Körper selbst auf 1,698’904,664 Fr. erhöht ! Der Bedarf für die Staatsschuld ist (in Folge des An lehens von 700 Mill.) neuerdings um 47 Mill, gestiegen, wovon 11 Mill, für Amortisation. Die während des zweijährigen Krieges aufgenommenen drei Anlohen haben sonach das franz. Volk mit einer dauernden jähr lichen Steuervermehrung von 9:2 Yg Mill. Fr. belastet. Das Steigen des Staatsbedarfs unter dem Kaisertkume. Die Schluss- ziflfern des Ausgabebudgets sind seit dem Aufhören der Republik von Jahr zu Jahr folgendermaassen gestiegen: 1853: 1487 Mill. 1856: 1598 Mill. 1854: 1517 - 1857: 1699 - 1855 : 1562 - Der Berichterstatter über das Ausgabebudget von 1856 im gesetz gebenden Körper, Baron Paul de Richemont, klagte : „Der Staatsbedarf ist heute noch einmal so gross, als er 1815 war/« Er hätte beifügen können, um wie viel höher sich derselbe beläuft als in der Zeit der Kriege Napoleons des I. gegen das ganze übrige Europa, damals, als zudem das ganze Reich einen weit grössern Gebietsumfang besass (siehe S. 41). — Schon in der ersten Zeit des russ. Krieges klagte Léon Faucher (Revue dos deux Mondes, v. Sept. 1854) ; „Ein Steigen des Ertrags der indirecten Auflagen um 110 Mill., eine eben so un erwartete als unerhörte Einnahmenvennehrung in den Jahren 1852 u. 53 genügten nicht, das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das Ersparniss von 21 Mill., welches sich aus der Herabsetzung des Zinsfusses von 5 auf 4V2 Proz. ergeben soll, ist durch die Ausdehnung der Dota tionen annullirt“ (eigentlich mehr als dieses), „deren Betrag im Budget bereits auf 37’383,114 Fr. steigt“ (jetzt um 1 Mill, höher). „Man hat die ErMhung der Besoldungen übertrieben .. . Einzelne Angestellte erhalten (namentl. durch Cumuliren v. Aemtern) „bis zu 300,000 Fr.“ Wir finden indess hierin nur ungenügende, schwache Andeutungen, die sich auf blosse Nebenpunkte verlieren. Das System im Ganzen ist es, was ins Auge gefasst werden muss. Schon im Jahre 1854 waren nicht blos die Staatsschulden ver mehrt, sondern es war auch das Activvermögen des Staates bedeutend vermindert, so durch den Verkauf der Lyoner Eisenbahn um 150 Mill. Staats- und Orleans’schen Domänen um 300 Ulli. Bereits im Sept. 1854 schrieb eine diplomat. Feder: „Frankreichs Verwaltung hat unter der Dynastie v. 2. Dez. während 6 Jahren 2400 1 1. also jahrl. 400 Mill. — mehr ausgegeben als eingenommen.“ Aus dem Berichte des Finanzministers Über die Finanzlage zu Endo dos Jahros 185o war sodann u. a. Folgondos zu entnehmen- An neuen indReckn Auflagen wurden in dem bezeichneten Jahre ausgeschrieben JJ Mill.; die alten indirecten Auflagen gewährten jenMchrertrag von 70MÍ11; die directen Steuern liefeCtn: Mehrertrag von 4 Mill; endlich war in den Waldungen statt für 21-800,000 Fr in Wirklichkeit ftr 30 Mili. Hok gYlilt wie" Dessen ungeachtet betrug das Deficit am Ende des Jahres fnach ministeriellen Angabe) 50 Milk ^ der