196 DEUTSCHLAND — Oldenburg (Land und Leute, Finanzen). ' 16. Oldenburg (Grosslierzogthum). Bestandtbeile Herzogth. Oldenburg *) Fürstenth. Lübeck _ Birkenfeld Q.-M. 97'/4 9% 9 TTe“ Bevölker. 1852. 2.31,046 22,146 82,034 285,^ Auf d. Q.-M. 2376 2268 3544 2458 *) Dabei: Herrschaft Knyphausen mit 1 Q.-M. u. 3035 Einw. Frühere Yoïk&zahl : Confessionen : 1815 217,769 Lutheraner . 203,387 1834 255.765 Reformirte . 351 1843 276,653 Katholiken . 71,671 1849 277,963 Andere Christen . 246 Sfadt Oldenburg, 9000 Einw. Juden . . 1,488 Gebietswechsel. Die „Grafschaft“ Oldenburg war 1777 durch Kaiser Joseph If. zum „Ilerzogthum“ erhoben worden, und umfasste: Oldenburg mit JO, Delmenhorst mit 7, und das Bisthum Eutin mit 8, zusammen 45 Q.-Meil. und 85,000 Mensclien. 1803 erhielt Oldenburg durch Reichsdeputationsschluss auch das secularisirte llochstift Lübeck. Gegen Abtretung einiger Parcellen an die Reichsstadt Lübeck und Aufhebung des Elsflether Zolles bekam es ferner das Hannöver’sche Amt Wildeshausen und die Münster’schen Aemter Vechta und Kloppen- burg, zus. 54 Q.-M. mit 92,000 Einw. Obwohl der Herzog unterm 14. Oct. 1808 dem Rheinbunde beigetreten war, nahm Napoleon den noch unterm 10. Dec. 1810 das ganze Land in Besitz, das den franz. Departementen der Elbe- und der Wesermündungen incorporirt ward. 1813 Restauration. Der Wiener Congress erhob den Herzog (Ver wandten des Kaisers von Russland) zum Grossherzoge, und theilte ihm ein Gebiet auf dem linken Rheinufer, im ehemaligen franz. Saar- departemente zu (das entlegene Birkenfeld) ; Russland trat die Herr schaft Jever ab, und in neuerer Zeit ward auch die Souveränität Über die Herrschaft Knyphausen und Varel festgestellt. 1854 Verkauf eines Gebietes am Jadebusen an Preussen (siehe S. 116). „Staatsgrundgesetz“ v. 18. Febr. 1849, „revidirt“ den 22.Nov. 1852. Finanzen» Die letzten uns bekannten Voranschläge liefern folgende Resultate (in Thlr.) : Für 1853: Oldenburg Lübeck Einnahme 910,500 126,000 Ausgabe 1’018,500 163,000 Für 1854: Birkenfeld Zusammen 116,500 1'153,000 125,600 l'S07,100 Einnahme 891,000 137,400 116,700 1’145,100 Ausgabe 979,000 143,300 127,800 1'250,100 Zur Zeit der oldenburgischen Grafen war, bei der Einfachheit des Hofes, selten von einer Steuer die Rede. 1769, zur Zeit der dänischen Herrschaft, betrugen die Einkünfte 288,406; 1786 gegen 350,000 Thlr. — Dermalen erscheinen 184,000 Thlr., welche die regierende Familie aus den Domanialeinkünften vorweg bezieht, nicht in den gewöhnliehen Rechnungen. (Auch besitzt der Grossherzog in Holstein 3^4 Q.-M. Landes mit mehr als 8000 Bewohnern und 40,000