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        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
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            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
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            <idno>834619415</idno>
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      <div>OESTERREICH  —  Land  und  Leute  (Nationalitäten).

Milit^grenze,  2  Landes-Militär-Commissariate  610  1’282,309  1’009  109
iiiezu  das  Militär  ....  -  -  738¡624
Dip  *  .  Zusammen  12,120  36773,748  36’514,466
^  mit  bezeichneten  Provinzen  gehören  zum  deutschen  Bundest
  bezeichneten  gehört  ein  Theil  dazu,  nämlich
om  i^iistenlande  die  grössere  Hälfte,  86  Q.-M.,  von  Galizien  dagegen
"Ul  ein  kdemer  B(»drk  vcni  8
__  ßcstandtheilc.  Sonach  ergeben  sich  für  die
•bander  im  deutschen  Bunde  3,54.6  Q.-M.  und  etwa  12'/,  Mill.  Bewohner,
ausserhalb  des  Bundes  8,575  -  -  -  24  -
Im  Ganzen  zerfällt  indess  Oesterreich  in  folgende  4  Haupttheile  :
Deutsche  Länder  3,546  Q.-M.,  12%  Mill.  Menschen,
Ungarische  -  5,246  -  14'/j  -
Polnische  -  1,413  -  4'^  -
Italienische  -  826  -  5  .

.  Oesterreich  bildet  also  keineswegs  einen  durch  natürliche  Verhältnisse ­
  und  in  natürlichen  Grenzen  gebildeten  Staat,  sondern  es  ist  ein
Konglomerat  verschiedener,  da  und  dort  (z.  B.  von  Italien,  von  Polen  etc.)
osgetrennter  ^  und  künstlich  vereinigter  Landschaften  und  Provinzen.
Oemzufolp  ist  das  Gebiet  fast  in  allen  Richtungen  offen  und  blosgestellt
  (besonders  in  Italien  und  Galizien),  während  im  Innern  des
Staates  die  hohen  Alpen,  die  Karpathen  u.  s.  f.  die  verschiedenen
Gebi^sthmle  schroüF  und  für  ewige  Zeiten  von  einander  trennen.  Auch
enthärt  Oesterreich  des  Besitzes  der  Mündungen  seiner  Ströme,  jene
entwicklung  ermangelt  einer  günstigen  Küsten-Ausdehnung.

  Die  grösste  Längenausdehnung  Oesterreichs  beträgt
186,  die  grösste  Breitenausdehnung  94  Meilen.  —  Von  Wien  nach
den  entferntesten  Punkten  des  Staates  sind  110  Meil.;  nach  dem  nächsten ­
  Punkte  der  russ.  Grenze  (in  gerader  Linie)  nur  38,  der  türk
Grenze  45,  der  franz.  80  Meilen.  —  Oesterreich  grenzt  an  12  (die
Walachei  und  Serbien  besonders  gerechnet  an  14)  fremde  Staatsgebiete,
uie  Gesammtgrenzen  des  Staates  haben  eine  Länge  von  8841%,  oder,
wenn  man  das  Küstengebiet  dazu  rechnet,  von  1150  Meilen.  Hievon
kommen  auf  die  Grenze  gegen  die  Türkei  330,  gegen  Russland  und
Oien  141,  Baiern  136,  Preussen  84,  die  Schweiz  69,  Sardinien  20,
arma  14,  die  Römischen  Staaten  13,  Modena  10  Meil.  (Reden.)
Bodoubcnfitzung,  nach  österreichischen  Jochen  berechnet:
36’513,850  Aecker,  110,546  Reisfelder  (in  Italien),
51  311,509  Waldungen,  67,249  Lorbeer-  und  Kastanienwälder
15’557,205  Weiden,  (davon  45,307  in  d.  Lombardei),
14’085,769  Wiesen  und  Gärten,  41,376  Olivenwälder.
1224,745  Weingärten,
Nationalitäten.  Auch  die  Völker,  welche  der  österr.  Staat  umlasst,
  sind  äusserst  verschieden,  nach  Abstammung,  nach  Bildung,
Sprachen,  Sitten  und  Religion.  Ebenso,  wie  das  Reich  eine  Menge
Von  Ländern  und  Landestheilen  in  sich  begreift,  umschliesst  es
oine  Menge  von  Volksstämmen  oder  von  Theilen  derselben.  Dabei
besitzt  keiner  der  vorhandenen  Stämme  ein  absolutes  Uebergewicht</div>
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